Category Archives: Verstärker

Moon 390 und 330A – Kanadische Alleskönner

Moon 390 und 330A – Kanadische Alleskönner

Für die runde Summe von 10 000 Euro schickt der kanadische Hersteller Moon eine Vor-End-Kombi ins Rennen, die an Konnektivität nicht zu überbieten sein dürfte und noch dazu auch klanglich Laune macht. Vorhang auf für die Komponenten mit den bescheidenen Namen „390“ und „330A“!

Moon 390 Vorverstärker und 330A Endverstärker

Viele Stereoanlagen wachsen mit den Jahren organisch in die Tiefe und Breite: durch regelmäßiges Zukaufen von Komponenten, Lautsprechern und Zubehör. Noch schlimmer geht’s zuweilen bei HiFi-Redakteuren zu – sie haben von der einen oder anderen Gerätegattung auch gerne einmal zwei, drei verschiedene Exemplare herumstehen, damit Klangvergleiche möglich sind. So manch einer von ihnen, ich gehöre definitiv zu dieser Fraktion, wünscht sich eines Tages, einmal komplett von vorne beginnen zu können und den sich von Monat zu Monat metastasenartig ausbreitenden Verhau aus Kisten, Kästen, Racks und Strippen rigoros zu entschlacken.

Bei der Kombi aus der „Vorstufe“ Moon 390 und der Endstufe 330A könnte ich diesbezüglich wirklich schwach werden, denn mit ihr ließen sich sechs meiner vorhandenen Geräte in den Ruhestand schicken, ohne dass ich wirklich etwas vermissen würde. Doch der Reihe nach, beginnen wir mit der Komponente Moon 390. Ich schrieb zuvor das Wort Vorstufe mit Gänsefüßchen, weil dieses Gerät in Bezug auf Anschlussfreudigkeit so ziemlich alles in den Schatten stellt, was mir bis daher vor die Flinte gelaufen ist. Eigentlich müsste das Ding „Multiroom-Netzwerk-und-Bluetooth-Streamer-Pre-DAC-Kopfhörerverstärker“ heißen. Geboten werden drei analoge Eingänge (darunter Phono MM/MC mit Eingangskapazitäts- und Impedanzanpassung) und neun digitale, WLAN- und Bluetooth-Empfänger sowie gleich zwei RJ-45-Netzanschlüsse. Herz, was willst du mehr? Dazu gibt’s eine absolut ausgereifte Multiroom-Streamingtechnologie namens „MiND“ (Moon intelligent Network Device), die ihrem Namen alle Ehre macht: Vom Auspacken der Geräte bis zum ersten Ton aus meinem Tidal-Account vergingen inklusive Download der vorzüglichen App nicht einmal zehn Minuten, doch ich greife vor. Zunächst möchte ich nämlich noch ausdrücklich das Innenleben loben, das unter anderem mit vollsymmetrischem Aufbau, ESS-Sabre-Chipsätzen in der DAC-Sektion und galvanisch voneinander getrennten Digital- und Analogsektionen aufwartet. Ein elegantes und auch aus der Ferne gut ablesbares OLED-Display informiert über die wichtigsten aktuell anliegenden technischen Daten (Samplerate, Lautstärke, aber auch Titel/Interpret beim Streaming).

Moon 390 Vorverstärker und 330A Endverstärker

Die Endstufe 330A steht dem in nichts nach. Sie bringt bandscheibenunfreundliche 15 Kilo auf die Waage, versöhnt ihren Besitzer aber mit echten Technik-Leckerbissen: Ein Ringkerntrafo von beeindruckenden Dimensionen versorgt eine vollsymmetrisch ausgebaute Verstärkerstufe, in der selektierte Bipolar-Transistoren 250 Watt pro Kanal mit extrahohem Dämpfungsfaktor rausdrücken. Doch es geht nicht nur um schiere Muskelkraft, auch Leisehörer werden bedient: Die ersten fünf Watt stellt die Endstufe komplett im besonders verzerrungsarmen „Class A“ bereit, erst danach geht’s in den Class-A/B-Modus.

Erwähnt werden müssen Verarbeitung und Anfassqualität: Das hier, meine Damen und Herren, sind beileibe keine Leichtgewichte mit einer zigarettenschachtelgroßen Platine im ebenso großen wie dünnen Blechkleid. Hier wird richtig geklotzt – Vorstufe wie Endstufe sind „randvoll mit Technik“ und wirken wie für die Ewigkeit gebaut. Die Tasten haben einen vernünftigen Druckpunkt, der Lautstärkesteller läuft sämig-präzise, der Look ist insgesamt kantig, wird aber durch den raffiniert-reliefartigen Verlauf der Frontplatte leicht aufgebrochen – und die silbernen Taster der Frontseite vermitteln einen wertigen Kontrast zum schwarzen Gehäuse. Damit gelingt es der Moon-Kombi, Wertigkeit ohne unnötigen Zierrat oder Protzerei abzustrahlen. Schon mal gut so weit, und nun ab in den Hörraum!

Moon 390 Vorverstärker und 330A Endverstärker

Was dort abgeliefert wird, ist schlichtweg atemberaubend. Drei zentrale Talente nehmen mich für die Moon-Kombi ein: Da wäre zunächst einmal das, was ich „Spannkraft“ nennen möchte. Diese tritt insbesondere im Tieftonbereich zutage: Während man bei vielen Verstärkern den Bass einfach „hört“, erhält er über die Moon-Kombi eine andauernde physische Präsenz, anstatt nur angerissen zu werden. Bei Stings „Moon over Bourbon Street“ beispielsweise hat der Bass eine prominente Rolle, er trägt den Hörer gewissermaßen durch das gesamte Stück. Die Kanadier schaffen es, dass der Bass eben nicht nur im Moment des Zupfens wahrzunehmen ist, sondern dass die Töne buchstäblich bis zu ihrem Verklingen im Raum stehen. Interessanterweise geschieht das jedoch nicht durch eine (Ober-)Bassbetonung, Moon 390 und 330A bieten einen gefühlt waagerechten Frequenzgang ohne Ausreißer. Sie haben aber Standfestigkeit und Durchhaltevermögen und transportieren auf diese Art viel Energie, ohne dass der Zuhörer angestrengt oder durch eine Verbiegung des Frequenzbereichs in die Irre geführt würde.

Das zweite Talent ist im Bereich der Dynamik angesiedelt. Wie die technischen Daten schon vermuten lassen, haben sich die Ingenieure bei Moon bemüht, alles außer dem Nutzsignal rigoros verschwinden zu lassen – Rauschen, Verzerrungen und dergleichen. Das funktioniert, leise wie laut: Eine FLAC-48-Variante von Beethovens „Mondscheinsonate“ (Klavier: Andrea Kauten, Label: Sony Classical) lässt den Zuhörer wohlig im Sessel versinken; wäre er eine Katze, müsste er den Milchtritt in Gang setzen: Hier gibt es Klavier, nichts als Klavier, ohne unbotmäßige Nebengeräusche, eine Meditation, ein völliges Aufgehen in der Musik. Laut geht’s aber eben auch: Tuxedomoons musikgewordener Wutanfall „No Tears“ geht richtig nach vorne, die billige Fuzzgitarre beißt ins Öhrchen, der irrwitzige Sprechgesang von Blaine L. Reininger macht unmissverständlich klar, dass mit dem Herren nicht zu spaßen ist: Die Moon-Kombi kann definitiv auch rocken.

Moon 390 Vorverstärker und 330A Endverstärker

Feinauflösung ist sodann die dritte besondere Fähigkeit im Bunde. Wer Donald Fagen’s „Countermoon“ von Kamakiriad hört, der kann nicht nur, sondern der muss einfach grinsen. Wie die Moon-Kombi Hi-Hat und Crashbecken ohne jede Schärfe zischen lässt, wie sie die weiblichen Backing Vocals fein zerdröselt, wie sie den nachgerade kantig-zwingenden Shuffle von Drummer Chris Parker in den Raum schallert und wie sie Walter Beckers knochentrockenen Fender-Jazz-Bass als konterkarierendes Rhythmuselement mit den Drums verwebt: Da bleibt nur ein hochzufriedenes „Boah“ und eine freiwillig nach unten klappende Kinnlade.

Nun könnte man meinen, wenn’s dynamisch, voller Spannkraft und feinauflösend-analytisch zuginge, bliebe eine gewisse Wärme fern. Ebendas geschieht aber auch nicht: So lauscht man der oben erwähnten Mondscheinsonate eben nicht als Klavierlehrer, der nur auf den ersten Fehler wartet – die Moon-Kombi kann eine farbenprächtiges und weitgefächertes Mittenband und auch eine stereofone Breite und Tiefe mit sich bringen, die man eher von einer 300B-Röhre erwarten würde. Ja, ich würde mich sogar zu der Behauptung versteifen, dass die Moon-Kombi im Blindtest bei der Frage „Hören wir hier Röhre oder Transistor?“ für große Verwirrung und Achselzucken sorgen würde – im positiven Sinne.

Das alles funktioniert irritierenderweise auch noch mit allen mir zur Verfügung stehenden Lautsprechern; möglicherweise liegt’s am hohen Dämpfungsfaktor. Ob ich nun meine sämig-schwere, leistungshungrige Harbeth 30.1 ankable oder die eher alert und leichtfüßig aufspielende Audes Maestro 116, beiden entlockt der Amp richtig Schmackes und Feingeist zugleich.

Bonustrack 1: Die Phonovorstufe ist richtig gut. Sie spielt blitzsauber, kohärent, flink und sonor zugleich. Auch hier völlige Absenz von Nebengeräuschen, nichts rauscht, nichts brummt, nichts zerrt – das hier ist keine Alibilösung, damit ein weiteres Feature abgehakt werden kann, das müsste man sich als separate Phonovorstufe im oberen dreistelligen Preisbereich dazukaufen.
Bonustrack 2: Nicht einmal der Kopfhörerverstärker gibt Anlass zum Meckern. Crisp und unverhangen, durchzugsstark bis in den Tiefbass – und auch in der Lage, hochohmige Gourmands mit Liebe durchzufüttern.

Nun gut, für den Preis dieser Vor-/Endstufen-Kombi kann man einen nagelneuen Kleinwagen erwerben. Aber in highfidelen Kategorien handelt es sich hierbei immer noch um einen Preisrahmen, der als nicht völlig unvernünftig durchgeht. Ich kann an dieser Stelle nur festhalten: Noch nie habe ich für diesen Preis ein so gelungenes Amalgam aus Anschlussvielfalt, Möglichkeiten und wunderbarem Klang gehört.

Wir meinen

Eine Komplettlösung, die ihrem Namen alle Ehre macht: nicht nur hinsichtlich der Features und der Konnektivität, sondern auch in Bezug auf den Klang.

Moon 390 Vorverstärker und 330A Endverstärker Navigator

 

Info

Moon 390
Funktionsprinzip: Netzwerkplayer/Vorverstärker/DAC
Eingänge analog: 1 x Hochpegel XLR symmetrisch, 1 x Hochpegel Cinch, 1 x Phono MM/MC
Eingänge digital: AES/EBU XLR, S/PDIF Toslink und koaxial, USB und USB-Host, 4 x HDMI, 2 x Netzwerk RJ45, WLAN- und Bluetooth-Empfänger
Digitalformate: PCM bis 32 bit/384 kHz, DSD256, MQA-zertifziert, Roon-ready
Ausgänge: je 1 x analog Fix/Pre (Cinch), Pre (XLR), HDMI ARC Out, Kopfhörer (6,33-mm-Klinke)
Übersprechdämpfung: 116 dB (1 kHz)
Signal-Rausch-Abstand: 125 dB
Frequenzgang: 10 Hz bis 200 kHz
Klirrfaktor: 0,0004 %
Intermodulationsverzerrungen: 0,0003 %
Maße (B/H/T): 42,9/8,9/36,6 cm
Gewicht: 11 kg
Garantiezeit: 2 Jahre (10 Jahre nach Registrierung)
Preis: 6000 €

Moon 330A
Funktionsprinzip: Endstufe
Eingänge: 1x Cinch unsymmetrisch, 1x XLR symmetrisch
Leistung (8 Ω): 2 x 125 W
Maße (B/H/T): 42,9/8,9/35,6 cm
Gewicht: 15 kg
Garantiezeit: 2 Jahre (10 Jahre nach Registrierung)
Preis: 4000 €

Kontakt

www.simaudio.com

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Advance Paris X-i1100 Vollverstärker

natürlich Kraftprotz mit zwei Antrieben

Der Vollverstärker X-i1100 ist das neue Spitzenmodell im Portfolio des französischen Premium-Herstellers Advance Paris – mit automatischer Class A/AB-Umschaltung.

Der neue X-i1100 löst den erfolgreichen X-i1000 als Topmodell im exklusiven Verstärker-Portfolio des französischen Traditionsherstellers Advance Paris ab. Entwickelt und konzipiert wurde er vollständig in Frankreich. Für maximale akustische Performance und höchste Leistungsfähigkeit setzt der X-i1100 auf einen kompromisslosen Innenaufbau. Exklusive und audiophile Einzelkomponenten und das intuitive Bedienkonzept bestätigen die hohen Standards von Advance Paris.

Advance Paris X-i1100 Vollverstärker Advance Paris X-i1100 Vollverstärker

Bei der Entwicklung des neuen Flaggschiffs standen klangliche Authentizität und perfekte Präzision der Wiedergabe an oberster Stelle. Die Basis hierfür stellt ein extrem verwindungsfestes Chassis mit fünf separat unterteilten Kammern dar, in denen die unterschiedlichen Systemplatinen und Leiterplatten sowie der kraftvolle Ringkerntransformator sitzen. Der strikt getrennte, starre Aufbau eliminiert Interferenzen und Vibrationen beinahe vollständig. Komplettiert wird die aufwändige Konstruktion durch modernste Bauteile, darunter Polypropylen-Kondensatoren und Metallfilmwiderstände, die sich für den Einsatz in hochwertigen Audio-Komponenten besonders eignen.

Stattlichen Leistungsdaten

Ein weiteres Highlight des neuen Topmodells ist die automatische Umschaltung vom Class A- in den Class AB-Betrieb. Der leistungsfähige Verstärker ist in der Lage 220 Watt pro Kanal an 8 Ohm zur Verfügung zu stellen. Er arbeitet daher mit beinahe allen Lautsprechern am Markt kompromisslos zusammen. Wird nicht die volle Leistung benötigt, agiert der X-i1100 im extrem verzerrungsarmen Class A-Betrieb. Erst wenn die benötigte Leistung einen bestimmten Wert übersteigt, schaltet der Verstärker auf Class AB-Betrieb um. Diese Umschaltung erfolgt automatisch und blitzschnell, der Zuhörer bemerkt davon also nichts.

Advance Paris X-i1100 Vollverstärker Advance Paris X-i1100 Vollverstärker

Natürlich bringt das neue Vollverstärker-Flaggschiff von Advance Paris auch zahlreiche analoge und digitale Verbindungsmöglichkeiten und Schnittstellen mit. Besonders erwähnenswert ist die asynchrone USB-Schnittstelle, die einen direkten Anschluss eines PCs, Notebooks oder Tablets ermöglicht. Die Signalübertragung erfolgt voll digital und die zumeist schwache D/A-Wandlung im Computer wird komplett umgangen. Im X-i1100 übernehmen diese anspruchsvolle Aufgabe exklusive und speziell für audiophile Zwecke gefertigte 192 kHz/24-Bit Burr BrownWandler.

Technische Daten:

  • 220 Watt an 8 Ohm
  • Streng selektierte Bauteile in einem extrem rigiden Chassis
  • Automatische, nahtlose Umschaltung von Class A- auf Class AB-Betrieb
  • Exklusive und hochwertige Burr Brown D/A-Wandler
  • Direktanschluss eines PCs/Macs über asynchrone X-MOS USB-Schnittstelle

Der Advance Paris X-i1100 ist ab sofort im autorisierten Fachhandel erhältlich.
Preis: um 3500 Euro

Kontakt:

quadral

Telefon: +49 511/79040
[email protected]

www.quadral.com

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40-Jahre Burmester Audiosysteme, Berlin

Burmester 777, 785 und 808 Mk5 – Siebensiebensieben und die Folgen

Aller guten Dinge sind drei Ziffern. Und der typische Schriftzug von Burmester. Seit 40 Jahren.

Die Ikonen 777 + 785 + 808

Fotografie: Ingo Schulz, Stefan Schulwitz, Cai Brockmann, Hersteller

Drei Ziffern, drei Geräte: 777, 785, 808. Dieses Trio reicht uns schon, um tief in die Geschichte der Burmester Audiosysteme einzutauchen. Wir spüren aber nicht nur der nunmehr 40-jährigen Firmenhistorie nach, sondern skizzieren auch einen Ausblick auf die nächsten vier Dekaden. Selbstverständlich wagen wir solche Zeitsprünge nicht mit irgendwelchen Geräten: 777, 785 und 808 gelten sogar im an Legenden gewiss nicht armen Portfolio von Burmester als herausragende Produkte. Sie haben die Geschichte und die Geschicke der Firma ganz entscheidend geprägt. Burmester wiederum – Mann und Firma in Personalunion – hat die damals gerade aufblühende High-End-Szene erst richtig belebt, und zwar, selten genug für HiFi aus Deutschland, schnell auch auf internationalem Parkett.

Erstaunlicherweise handelt es sich bei allen drei Geräten um die üblicherweise unauffälligste Gerätegattung innerhalb eines ambitionierten Audiosystems: Es sind allesamt Vorverstärker.

Burmester Audiosysteme 777 und 808 Mk5

Aber fangen wir doch einfach mal mit den drei Ziffern an. „777“ war vor 40 Jahren die allererste Variante eines schnell etablierten Codes: Die ersten beiden Ziffern benennen das Jahr, die letzte den Monat, in dem die Entwicklung der jeweiligen Komponente als abgeschlossen betrachtet werden konnte. Okay, mit nur einer Ziffer können die Monate Oktober bis Dezember nicht dargestellt werden – eine verschmerzbare Einschränkung, denn im Gegensatz zu Elektronik-Megakonzernen schmeißt eine kleine Manufaktur seine Neuheiten nicht im Wochenrhythmus auf den Markt. Ganz im Gegenteil. Vielleicht aber hat man bei Burmester in den zweistelligen Monaten einfach nichts entwickelt? Eine abwegige Vorstellung, wenn man Dieter Burmester und sein Team jemals kennengelernt hat.

Die (mehr oder weniger korrekte) Zahlenfolge wurde natürlich vom Chef selbst festgelegt, von wem sonst. Dieter Burmester hatte ohnehin ein ausgeprägtes Gespür für griffige Formen, Sprüche und Statements. Also war ihm auch klar, dass jedes High-End-Hirn einen „Dreier“ besser merken kann als eine Zahlenkolonne – merke: Ab vier Ziffern wird’s immer etwas umständlich. Und „777“ klingt nun mal viel cooler als ein eigentlich korrektes „197707“ oder so, was kleinkarierten Schreibtischhelden sicher besser gefallen hätte. Doch die hätten seine teuren Geräte ohnehin nicht gekauft. Aus Vernunft- und Kostengründen.

Vorverstärker also. Das sind die Geräte, die noch immer gerne unter dem Radar des normalen HiFi-Fans hindurchflutschen. Die grauen Mäuse im Audio-System, nix zum Angeben oder auch nur zum stolzen Herzeigen, zum Staunen zu klein, aber zum Verstecken zu wichtig …

Burmester Audiosysteme 777 Burmester Audiosysteme 785 Burmester Audiosysteme 808 Mk5

Bis der 777 die damals noch sehr überschaubare Szene betritt. Ein großer, in Gold gewandeter Alleskönner, der viel besser klingen sollte als die Konkurrenz. Doch welche Konkurrenz ist eigentlich gemeint? Vorverstärker waren bis weit in die 1970er hinein alles andere als populär, in Deutschlands Wohnstuben praktisch nicht existent. Den ambitionierten HiFi-Markt oberhalb der legendären DIN 45500 dominierten dicke, fette Receiver oder deren radiolose Brüder, die Vollverstärker. Bei diesen Schlachtschiffen war der Vorverstärker integrierter Bestandteil einer massiven Musikmaschine, die jede Menge Knöpfe und ansonsten ordentlich Abwärme bereitstellte. Im Musikschrank mit dem dicken Verstärker/Receiver gruppierten sich Plattenspieler, Tonbandgerät und zwei mehr oder weniger große Stereo-Boxen, die möglichst gut zur (oder noch besser: in die) Schrankwand passten mussten. Übliche Upgrades der 1970er? Dekodeckchen und Blumenvase. Das war schon immer schlimm.

Okay, die Gattung „control amplifier“ (oder auch „pre amplifier“) als separate Schaltzentrale eines HiFi-Systems war Ende der Siebziger in Großbritannien und in Nordamerika – und damit auch in Japan – längst bekannt. Deutschland lag weitestgehend noch im Vorverstärker-Dornröschenschlaf. Dann kam der Siebensiebensieben. Aus Westberlin. Das hatte Folgen.

Portrait Dieter Burmester
Macher, Ikone, Musikmensch

Dieter Burmester, Burmester Audiosysteme, Berlin

„Eine HiFi-Anlage, die meinen Namen trägt“, so Dieter Burmester, müsse neben allen anderen Qualitäten immer auch „ready to rock“ sein. Für den Gründer, Inhaber und Chef von Burmester Audiosysteme war High-End-Audio „ein Transportmittel für musikalische Emotionen – nicht mehr, aber auch nicht weniger“. Und das sollte für jedes Musikgenre gelten.

1977 fertigte der gelernte Rundfunk- und Fernsehtechniker, studierte Elektrotechnik-Ingenieur und banderprobte Rockmusiker aus schlichter Enttäuschung über unzuverlässige Röhrenverstärker sein allererstes HiFi-Gerät – schon damals mit dem markanten, handschriftlich anmutenden Burmester-Schriftzug. Damit begann Dieter Burmester die gerade aufblühende High-End-Szene zu prägen wie kein Zweiter hierzulande. Mit enormer Zielstrebigkeit und Präzision, die er aus seinem ursprünglichen Spezialgebiet Medizintechnik in die Audiowelt hineintrug, strickte der Mann, so scheint es im Rückblick, nicht nur an seinen Kreationen, sondern auch an der eigenen Legende.

Dieter Burmester war 1981 einer der Gründungsmitglied der „High End Interessengemeinschaft für hochwertige Musikwiedergabe e.V.“ und einer von drei Vereinsvorständen. Dass er auch die theoretischen Grundlagen seines Metiers souverän beherrschte und vermitteln konnte, lassen seine Artikel zur Technik von High-End-Anlagen erkennen, die Burmester in den 1980er Jahren in einigen Fachzeitschriften publizierte, etwa 1987 über „Kabelprobleme“ in HiFi Exklusiv Nr. III.

Dieter Burmester fühlte sich auf dem Parkett der internationalen HiFi-Szene wohl, trat selbstbewusst und sympathisch in Erscheinung. Er hat dem Begriff „High End aus Deutschland“ ein markantes Gesicht gegeben, war die Symbolfigur der Szene und genoss auch international höchste Reputation.
Da er privat nicht nur Musik in jeglicher Form liebte (seine Gitarrensammlung ist legendär), sondern auch die stilvolle Fortbewegung zu Lande und zu Wasser pflegte, freute es ihn ganz besonders, seinen „Sound“ schließlich auch in einigen der weltbesten Automobile offerieren zu können.

Geboren am 9. Februar 1946 in Österreich, aufgewachsen im niedersächsischen Lüchow und den größten Teil seines Lebens fest in Berlin verwurzelt, verstarb Dieter Burmester nach kurzer, schwerer Krankheit am 15. August 2015. Sein großes Vermächtnis, seine Ideen und Pläne werden seither von seiner Ehefrau Marianne mit äußerstem Geschick fortgeführt.

 


Der Burmester 777

Burmester Audiosysteme 777

Juli 1977. Gründer und Mastermind Dieter Burmester, mit seinem Ingenieurbüro eigentlich in der Medizintechnik zu Hause und dort bestmögliche Qualität gewohnt, war von der mangelnden Zuverlässigkeit seines HiFi-Röhrenverstärkers genervt. Also hat sich der gelernte Rundfunk- und Fernsehtechniker und Elektrotechnik-Ingenieur eine Schaltzentrale nach eigenen Wunschvorstellungen gebaut. Sein Vorverstärker 777 besitzt eine Klangregelung US-amerikanischer Prägung, kanalgetrennt und mit umschaltbaren Eckfrequenzen für die Höhenregelung, aber auch konsequent abschaltbar. Letzteres sollte sich rasch als klanglich empfehlenswert herausstellen, wenn nur die Zuspieler, die Endstufen und die Lautsprecher entsprechend hohe Wiedergabequalitäten aufweisen. Höchste Aufmerksamkeit erregt die ungewöhnliche Lautstärkeregelung: Ein Pegelschalter steuert ein 23-stufiges Widerstandsnetzwerk, welches das sonst übliche – vergleichsweise unpräzise und störanfällige – Kohleschichtpotentiometer ersetzt.

Die Grundschaltung des 777 ist keineswegs bahnbrechend oder gar geheimnisvoll. Aber sie ist blitzsauber, mit viel feineren Teilen und mit viel weniger Kabelsalat als sonst üblich aufgebaut, basierend auf einem frei zugänglichen Schaltungsvorschlag für die damals allmählich auch für audiophile Zwecke nützlichen ICs. Dieter Burmester erkennt jedenfalls als einer der Ersten das Potenzial dieser Op-Amps für Audioanwendungen und verbaut sie – Zuverlässigkeit und hochwertige Anwendung immer im Fokus – in ein ausgesprochen edles, auffälliges Gehäuse.

Burmester Audiosysteme 777

 

Der Burmester 777 wird in einer Kleinserie von 20 Stück gebaut – samt und sonders vom Chef selbst auf seinem Werktisch mit Lötstation und Messgerätschaften – und kostet fast so viel wie ein Kleinwagen. Nachdem Burmester mit dem 777 zunächst den engeren Freundeskreis begeistern kann, findet sein Goldjunge über einen ambitionierten HiFi-Händler den Weg in ein damals populäres Fachmagazin. Die Signalwirkung ist enorm. Burmester ebnet mit dem 777 einen bisher unentdeckten Weg in der deutschen High-End-Szene. Die im Übrigen noch gar nicht so genannt wird, sondern 1977 noch schlicht (und im Wortsinn korrekt) „High Fidelity“ heißt – und ab sofort von einem Goldjungen aus Berlin angeführt wird.

 

Der König muss bleiben!

Interview mit Andreas Henke, CEO Burmester Audiosysteme

Andreas Henke, Burmester Audiosysteme, Berlin

Andreas Henke, Jahrgang 1972, wechselte zum Jahresbeginn 2017 zu Burmester Audiosysteme in die Geschäftsführung, die er seither gemeinsam mit Marianne Burmester, der Ehefrau des verstorbenen Firmengründers, innehat.
Zuvor war Andreas Henke bei Porsche für Produktstrategie, Marketing und Topkunden-Betreuung verantwortlich. Der sportliche und eloquente Manager nennt – außer Musik & HiFi natürlich – Fotografie, Automobile und die feine Küche als Hobbys, zudem setzt er sich gelegentlich auch auf der (eher privaten) Bühne als Sänger in Szene.

FIDELITY:
Herr Henke, haben Sie heute schon besonders gut Musik gehört? Im Mercedes-Taxi vielleicht?

Andreas Henke:
Na, das wär’ ja mal was. Aber nein, leider. Der Musikgenuss muss heute wohl noch bis zum Abend warten, wenn ich wieder zu Hause bin.

Als der erste Burmester-Vorverstärker erschien, waren Sie fünf Jahre alt. Wann haben Sie Dieter Burmester denn das erste Mal persönlich getroffen?

Als junger HiFi-Fachzeitschriftenleser war mir der Name Dieter Burmester schon zu Teenagerzeiten bekannt. Persönlich kennengelernt habe ich ihn erst etliche Jahre später, anlässlich der Entwicklung und Präsentation des Burmester-Soundsystems im Porsche Panamera. Da war ich bereits begeisterter Kunde des Hauses, das ich mittlerweile die Ehre habe, führen zu dürfen.

Sie haben angekündigt, das Portfolio von Burmester merklich zu erweitern. Was haben wir kurz- und mittelfristig von der Berliner Manufaktur zu erwarten?

Wir werden selbstverständlich niemals die klangliche DNA von Burmester Audiosysteme verändern, auch keinen flüchtigen Trends folgen. Aber eine Steuerung der klassischen Komponenten per iPad beispielsweise, das sollte in absehbarer Zeit möglich sein, ebenso wie eine deutlich verbesserte Konnektivität und Kompatibilität. Für solche Dinge werden wir alle Home-Audio-Komponenten in den nächsten Jahren gründlich überarbeiten. Und am oberen Ende des Portfolios wird die große Endstufe 159 entsprechende Spielpartner bekommen …

Aber Sie feiern doch auch mit dem „kleinen“ Phase-3-System ungeahnte Erfolge …

Ja, wir können damit ganz neue Interessenten begeistern, die mit einer klassischen „Altar-Architektur“ eher weniger anfangen können, die statt Komplexität lieber mehr integriertes Design wünschen – und auch zu schätzen wissen. Übrigens wollen wir all das, was Burmester ausmacht, noch ein bisschen weiter in die Welt hinaustragen. Die Automotive-Systeme sind da schon recht hilfreich, doch wir können uns noch ganz andere Produktkategorien, etwa sehr hochwertige mobile Produkte, vorstellen.

Wird es dann nicht allmählich Zeit, den 808 in Rente zu schicken?

Aber nein! Der 808 ist ein chronografisches Produkt, der muss und wird „König“ bleiben. Wir werden die aktuelle Version allerdings mit substanziellen Upgrade-Möglichkeiten ausstatten.

Wo sehen Sie Burmester Audiosysteme in vier Jahren, wo in 14 Jahren? Und wo gar in 40 Jahren?

In vier Jahren sollten alle angesprochenen Upgrades und Ergänzungen verfügbar sein. In 14 Jahren wird Burmester einen noch viel höheren Bekanntheitsgrad haben als heute. Was in 40 Jahren sein wird, davon können wir alle nur träumen; ich gehe aber fest davon aus, dass Burmester Audiosysteme ein unabhängiges Unternehmen bleiben wird.

Was halten Sie von Frank Zappas „We’re Only In It For The Money“?

Ich halte mit Henry Ford dagegen: „Ein Geschäft, das nur Geld einbringt, ist ein schlechtes Geschäft.“ Deswegen arbeiten wir zum Beispiel an der Gründung einer Stiftung mit dem Arbeitstitel „Akademie des feinen Klanges“. Dort sollen alle Menschen zusammenfinden und sich austauschen können, die sich intensiv mit Musik beschäftigen: Musiker, Komponisten, Neurowissenschaftler – etwa vom Fraunhofer Institut –, Produzenten und selbstverständlich auch Hersteller hochwertiger Audiokomponenten. Das Ganze ist „pro Handwerk“ aufgestellt, wenn Sie so wollen.

Das klingt außerordentlich spannend, wir bleiben am Ball. Vielen Dank für das Gespräch, Herr Henke.

Gerne.

 


Der Burmester 785

Burmester Audiosysteme 785

Mai 1978. Die 20 gebauten 777 sind bereits verkauft, ein Bankkredit zur (offiziellen) Firmengründung dadurch obsolet geworden. Und mit einem zweiten, deutlich verschlankten Vorverstärker setzt Dieter Burmester erneut Maßstäbe und Glanzpunkte. Die puristische Ausstattung des 785 hätte man vielleicht von britischen Hardcore-Hifiisten wie etwa Naim Audio erwartet, seine Optik höchstens vom Juwelier: Innerhalb nur eines Jahres sind am Burmester-Vorverstärker (noch gibt es keine Geschwister) das Klangregelnetzwerk, ein halbes Dutzend Kippschalter und auch die Griffe verschwunden. Das auffällige Gold ist einem ebenso auffälligen Chrom gewichen, das sich schon bald als weiteres typisches Burmester-Merkmal – neben den drei Ziffern und dem handschriftlich anmutenden Schriftzug – etablieren wird. Im Inneren steckt im Wesentlichen die schon bekannte und mittlerweile bewährte Grundschaltung des 777, natürlich in Details noch optimiert und verfeinert.

Burmester Audiosysteme 785

Es ist einerseits dieser Verzicht auf geschmäcklerischen Schnickschnack wie die Klangregelung, andererseits die wirklich „neue“ Optik sowie eine superbe technische Umsetzung, die den heute eher unscheinbaren 785 im Rückblick als echten Burmester-Meilenstein erstrahlen lassen. Auch der 785 kostet bei seiner Premiere ein kleines Vermögen, doch die HiFi-Gemeinde scheint auf ihn nur gewartet zu haben. Der „Chromprinz“ festigt die Reputation der aufstrebenden High-End-Manufaktur – bis er ein gutes Jahr später den Übervater aller Vorverstärker zur Seite gestellt bekommt …

 

Burmester Audiosyteme GmbH, Berlin

Einblicke in die 1977 von Dieter Burmester gegründete Manufaktur

Burmester Audiosysteme GmbH, Berlin

Das heutige Unternehmen Burmester Audiosysteme wurde 1977 von Dieter Burmester als typische „One-Man-Show“ in Berlin-Schöneberg gegründet. Ursprünglich als Ingenieurbüro tätig, das sich mit Computerinterfaces und Schaltungstechnik für medizinische Messgeräte beschäftigte, gelang der aufstrebenden Firma zunächst mit den Vorverstärkern 777 und 785 erste Achtungserfolge. 1980, nur drei Jahre später, verankerte Burmester sich mit dem sensationellen Modell 808 schon fix in der international aufstrebenden High-End-Szene. Herausragende Audiotechnologien leitete Burmester oft direkt aus der professionellen Tonstudiotechnik ab, zudem kamen neueste Bausteine, zum Beispiel die ersten „audiophilen“ Operationsverstärkerchips, zum Einsatz. Die besonders langzeitstabilen Entwicklungen sorgten von Anfang an für Aufsehen, etwa fertigungstechnisch aufwendige Widerstandsnetzwerke als Pegelsteller statt klassischer (störanfälliger) Potentiometer. Bereits 1983 etablierte Burmester den komplett symmetrischen Schaltungsaufbau für HiFi-Komponenten. Zu jedem einzelnen Gerät, das die Firma jemals gebaut hat, existieren die kompletten Messprotokolle – sichtbare Beweise von rigoroser Qualitätskontrolle und höchster Sorgfalt innerhalb der Fertigung, die den Anspruch einer echten Manufaktur von jeher erfüllt.

Innerhalb der ersten anderthalb Jahrzehnte meisterte Burmester Audiosysteme den Ausbau vom Verstärkerspezialisten zum High-End-Vollsortimenter; lediglich auf einen eigenen Plattenspieler mussten die Fans noch bis 2017 warten. Regelmäßig machte das Unternehmen mit bahnbrechenden und maßstabsetzenden Neuentwicklungen von sich reden, etwa mit dem ersten riemengetriebenen CD-Spieler 916, dem Power Conditioner 948, Phonoentzerrer 100 oder Music-Center und Luxus-Streamer 111. Eine eigene Kabellinie sowie speziell produzierte Tonträger vervollständigen das Portfolio.

Burmester Audiosysteme GmbH, Berlin Burmester Audiosysteme GmbH, Berlin Burmester Audiosysteme GmbH, Berlin Burmester Audiosysteme GmbH, Berlin

Mitte des ersten Jahrzehnts des neuen Millenniums gelang es der inhabergeführten Manufaktur, auch im hart umkämpften, aber völlig anders funktionierenden Automotive-Geschäft Fuß zu fassen. Burmester Audiosysteme gewann zunächst für den Supersportwagen Bugatti EB 16.4 Veyron, etwas später für den Porsche Panamera das Rennen um den bestmöglichen Klang im Automobil – gegen mächtige, sehr viel größere Konkurrenten. Die für den Einstieg ins Automotive-Geschäft nötigen, nicht ganz unbeträchtlichen Investitionen sollten sich erst Jahre später auszahlen, dann aber um so deutlicher. Inzwischen definieren Soundsysteme von Burmester nicht nur in allen Porsche-Baureihen, sondern auch bei Mercedes-Modellen den State of the Art und tragen den Namen des Unternehmens weiter in die Welt hinaus – hinein in das Bewusstsein von klangbegeisterten Musikliebhabern. Gleichwohl ist „klassisches“ High-End-HiFi bei Burmester stets das Kerngeschäft geblieben und wird auch weiter ausgebaut, zuletzt mit der Vorstellung des gigantischen Endverstärkers 159, dem lang ersehnten Plattenspieler 175 sowie riesigen Schallwandlern mit umschaltbarem „Live“-Modus.

1982 gehörte die Firma Burmester zu den zwölf Gründungsmitgliedern der „High End Interessengemeinschaft für hochwertige Musikwiedergabe e.V.“ (aus der später die “High End Society e.V.“ hervorging). Seit 2010 ist das Unternehmen Mitglied in der „Initiative Deutscher Manufakturen – Handmade in Germany“ (IDM). Darüber hinaus unterstützt Burmester das soziale Engagement des Projekts Vamos Adalante in Guatemala mit Stipendien.

Seit Januar 2017 wird Burmester Audiosysteme gemeinsam von Andreas Henke und Marianne Burmester, der Ehefrau des 2015 verstorbenen Gründers, geführt. Mittel- und langfristig darf mit einer Erweiterung des Portfolios in Richtung „Personal High-End-Audio“ und dem weiteren Ausbau der Nonplusultra-Kategorie gerechnet werden. Zudem ist eine interdisziplinäre „Akademie der feinen Klänge“ in Planung.

 


Der Burmester 808

Burmester Audiosysteme 808 Mk5

August 1980. Es ist Zeit für eine Maschine, wie sie die HiFi-Welt zuvor noch nicht gesehen hat. Dieter Burmester, inspiriert durch seine Leidenschaft für Livemusik und Tonstudio, präsentiert das Modell 808. Der erste Vorverstärker überhaupt, der sich weitgehend nach den Wünschen und dem Gerätepark seines Besitzers sowie ambitionierten technischen Bedürfnissen konfigurieren lässt. Ähnlich wie die besten Mischpulte im Tonstudio basiert der 808 (serienmäßig nun mit Chromfront, wir haben verstanden) auf einem variablen Grundgerüst, das mit den gewünschten Eingangs- und Ausgangsmodulen bestückt werden kann. Wer einen 808 in Vollausstattung vor sich hat, wähnt sich im Knöpfchenparadies, denn ein 808 besitzt nicht nur auf der Front, sondern auch auf der Oberseite etliche Regler und Schalter. Warum das trotzdem puristisch ist? Weil maximale Flexibilität ein gewisses Maß an Einstellmöglichkeiten braucht und jeder Knopf – typisch Burmester – technisch Sinn ergibt.

Serienmäßig ist der 808 für zwei völlig unabhängig voneinander regelbare Ausgänge vorbereitet; wer das braucht, bestellt ein zweites Ausgangsmodul gleich mit. Oder er ordert später nach, überhaupt kein Problem. Zwei große „gestackte“ Doppel-Drehknöpfe regeln den Ausgangspegel – genauer: den Master-Ausgangspegel – des 808 selbstredend über aufwendige Widerstandsnetzwerke. Das satte Schaltgefühl wird der überragenden Bauteilqualität und dem beeindruckenden Auftritt auch haptisch gerecht. Lieferbar sind ausschließlich analog beschaltete Einschübe – sogenannte Module – für alle nur denkbaren Musikquellen, von fein justierbaren MC- oder MM-Modulen über das Hochpegelmodul namens „Linear“ bis hin zum geradezu neuzeitlichen „Thru-Put“-Modul zur problemlosen Einbindung des 808 in eine ambitionierte High-End-Heimkino-Anlage.

Burmester Audiosysteme 808 Mk5

Apropos „neuzeitlich“ und „ambitioniert“: Ein 808 war, ist und bleibt eine Maschine, die sich nicht unbedingt bis ins Detail von selbst erklärt (wie sonst bei Burmester üblich), sondern ihren Benutzer herausfordert. Der sollte genau wissen, was er mit seiner Anlage macht und wie er das am besten erreicht. Was beim Supersportwagen oder Rennmotorrad das Fahrtraining, das ist beim 808 der Fachhändler und das genaue (mehrfache) Studium der Bedienungsanleitung. Klar, man kann mit dem 808 im übertragenen Sinne auch einfach mal zum Brötchenholen oder zur Eisdiele um die Ecke tuckern, doch das eigentliche Terrain des Boliden ist die fidele Rennstrecke, wenigstens aber eine völlig freie Autobahn oder ein bildschöner Sonnentag in den Bergen, um die Maschine ein wenig herauszufordern. Wer nicht weiß, was er tut, kann schnell mit dem 808 hadern. Wer hingegen genau weiß, wie er seinen Musikmaschinenpark zur Höchstleistung bringen will, findet im 808 das ideale Werkzeug. Und das seit mittlerweile siebenunddreißig Jahren!

Burmester Audiosysteme 808 Mk5 Burmester Audiosysteme 808 Mk5

Wir haben einen aktuellen 808 zur Verfügung, der den Zusatz „Mk5“ nicht ohne Grund im Namen führt. Denn der visionäre 808 wurde von vornherein derart konsequent auf Langzeitanwendung konzipiert, dass er auch umfangreiche Weiterentwicklungen ohne eigentliche Namensänderung überstanden hat. Es gibt insgesamt vier Versionen des 808, erkennbar an den Zusätzen Mk2, Mk3 und Mk5 – einen „Mark Vier“ hat es nie gegeben, weil diese Zahl in Asien, einem der Hauptmärkte für Burmester, äußerst negativ konnotiert ist. Außerdem, so auch Burmester-Entwicklungschef Stefan Größler, war die Weiterentwicklung des Mk3 – zum Beispiel die Aufrüstung zur vollen Fernbedienbarkeit – derart umfangreich, dass der direkte Sprung von 3 auf 5 auch technisch begründet werden kann.

Im Inneren des 808 kommt ein konsequent symmetrisches Schaltungslayout zum Einsatz. Das bedeutet einerseits doppelten Bauteilaufwand, bringt andererseits eine viel höhere Störgeräuscharmut mit sich, was gerade in der Schaltzentrale einer HiFi-Anlage gar nicht hoch genug eingeschätzt werden kann. Dynamik und Sauberkeit des möglichst unverfälscht durchgereichten Signals erreichen exemplarische Werte. Der Burmester 808 Mk5 kostet übrigens – um im Bild zu bleiben – schon in der vergleichsweise schlichten Basisversion deutlich mehr als ein aktueller Kleinwagen, lässt sich aber dank Modulbauweise (und mit 24-Karat-Gold-Gehäuse) mühelos bis in Sportwagensphären schrauben.

177 + 178

Juli und August 2017. Die FIDELITY-Redaktion befindet sich im Ausnahmezustand: Die drei Legenden sind eingetroffen, selbst harte Rock’n’Roller ziehen freiwillig weiße Stoffhandschuhe über, wir vergeben an die beiden „Burmester-Monate“ eigene Kürzel mit drei Ziffern. Mittendrin im Hochgefühl: die 40-Jahr-Feier von Burmester Audiosysteme in Berlin. Perfekt.

Und genauso ist auch das Klangerlebnis des 808 Mk5. Es ist nichts weniger als perfekt. Völlig frei von Artefakten, in keiner einzigen Disziplin limitierend, sämtliche ihm zur Seite gestellten Endstufen oder Aktivlautsprecher zur Höchstleistung treibend. Jede Quelle quasi umarmend – oder besser: mit größter Hochachtung willkommen heißend. Eine dieser Maschinen, die schon in der ersten Minute den großen, freien Blick auf das Wesentliche beim Musikhören zulassen, um sich nach dem Warmlaufen – etwa eine Stunde sollte man dem 808 schon gönnen – gänzlich aus der Wahrnehmung zu verabschieden. Ab jetzt läuft nur noch Musik!

Wer ernsthaft noch ein bisschen tiefer in Musik eintauchen will, hat genau drei Möglichkeiten: 1.) einen „schöner klingenden“ Vorverstärker kaufen, der einen eigenen Sound produziert und es mit der Wahrheit nicht so genau nimmt, 2.) das komplette Umfeld des 808 Mk5 optimieren, vom Power Conditioner und der Raumakustik über die Zuspieler bis hin zu den Schallwandlern, oder 3.) den nächsten Konzertbesuch organisieren.

Burmester Audiosysteme 777 und 808 Mk5

Wie klingt eigentlich ein historischer 777 oder 785 gegen den King of Preamps? Nun, erstaunlich gut. Während der Goldjunge leider nicht mehr ganz so beieinander ist (danke, dass du trotzdem bei uns weilst), versetzt uns der 785 – gleiche Schaltung, gleiches Konzept – in anerkennendes Staunen. Klar, fast 40 Jahre auf dem Buckel sind kein Klacks, und wir haben womöglich auch schon noch etwas freiere und geschmeidigere Vorverstärker erlebt (808!), aber dennoch erweist sich der überaus rüstige Oldie als fröhlicher Spielpartner, den man gern um sich hat. Tolle Performance, Chromprinz!

Dann wieder zurück zum 808 Mk5, hinein in die sonnenbeschienenen Berge. Visionär, wie Burmester es geschafft hat, diesen Vorverstärker zu einer der am längsten produzierten HiFi-Komponenten überhaupt zu machen. Meine Gedanken kreisen neuerdings um eine einzige Frage, die Sie sich übrigens auch stellen sollten: Würde ich ihn in Chrom bestellen?

Burmester Audiosysteme 808 Mk5 Navigator

Vorverstärker
Burmester 808 Mk5

Funktionsprinzip: modularer Vorverstärker mit externem Netzteil
Eingänge: 1 bis max. 6 Eingänge, symmetrisch (XLR) und/oder unsymmetrisch (Cinch), variabel bestückbar
Ausgänge: 1 bis max. 2 Ausgänge, unsymmetrisch (Cinch) oder symmetrisch (XLR, Module SYM OUT notwendig), separat schalt- und regelbar
Eingangsmodule: Phono MC (2130 €), Phono MM (1680 €), Hochpegel (1120 €)
Ausgangsmodule optional: Out 2 symm. (2640 €)
Besonderheiten: massive Aluminium-Gerätebasis, Systemfernbedienung, hochwertige Netz- und Versorgungskabel im Lieferumfang
Ausführung: Chrom (Standard), optional Schwarz oder vergoldet (24 kt) sowie weitere Oberflächen gegen Aufpreis
Maße Vorverstärker (B/H/T): 48,3/17,0/38,5 cm
Maße Netzteil (B/H/T): 48,3/9,5/28,5 cm
Gewicht Vorverstärker inkl. Grundplatte: 23 kg
Gewicht Netzteil: 9 kg
Garantiezeit: 2 Jahre
Preis Basisversion inkl. 3 Module: 27 020 €

 

Supergalerie mit 145 Bildern

 

www.burmester.de

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T+A MP 1000 E und PA 1000 E Traumkombination

T+A MP 1000 E und PA 1000 E Multiplayer und Verstärker

Ein Duo von T+A  zum Verlieben

Das T+A-Zweigespann MP 1000E und PA 1000E weckt nicht nur tiefer liegende Erinnerungen, sondern schafft es auch, echte Emotionen bei mir zu wecken. Oder klarer gesagt: Ein objektives Urteil sollten Sie besser nicht erwarten. Für eine nüchterne Betrachtung sind die beiden Herforder ohnehin viel zu schade.

T+A E-Serie

Wann immer ich den Namen T+A höre, fällt mir eine Anekdote ein, in der sich bestimmt der eine oder andere Highender wiedererkennt: Von Streaming hatte ich schon einiges gehört, war in die theoretischen Grundlagen abgetaucht und konnte es gar nicht erwarten, meine jahrelang gesammelten CD-Rips aus dem Computer zu befreien und ins Wohnzimmer zu überführen. Allen Regeln der Vernunft zuwider (Stichwort: Festplattenpreise) hatte ich bereits in der ersten Dekade der 2000er damit begonnen, meine CDs ins FLAC-Format zu konvertieren. Allerdings war der Leidensdruck damals noch nicht groß genug, um den Blindkauf eines Sonos-Systems zu rechtfertigen.

Und so gebührt den Herfordern die Ehre, mir zum Erstkontakt mit einem Netzwerkspieler verholfen zu haben. Im Juni 2007 hatte ich Besuch von Firmengründer Siegfried Amft nebst Entwicklungsleiter Lothar Wiemann in meiner damaligen Wirkungsstätte. Die beiden hatten die erste Komponente ihrer E-Serie im Handgepäck. Die hörte auf den schlichten Namen „Music Receiver“ und war genau das: Ein Stereo-Vollverstärker mit integriertem Radio, einem CD-Spieler und – Tadaaa! – einer LAN-Schnittstelle am Gehäuserücken, die Zugriff auf ein UPnP-Netzwerk gewährte. Während ihres Besuches konzentrierten wir uns auf den CD-Spieler. Der war direkter zu steuern (es gab 2007 noch keine Tablets) und brachte den Receiver augenblicklich zum Singen. Natürlich redeten wir über den Netzwerkteil, dieses neue, unbekannte Wesen, seine zahllosen Möglichkeiten und die völlig irren Perspektiven – garniert mit meinem selbstgefälligen „Ach, lasst mal, das bekommen wir schon hin!“

T+A E-Serie
Zeitlos schick mit hoher haptischer Qualität.

Als der Besuch aus dem Haus war, wurde mir schnell bewusst, wie tief ich im Schlamassel steckte, denn eigentlich wusste ich nix … Wie zum Geier erweckt man einen Streamer zum Leben? Stöpselt man ihn einfach in die Telefonbuchse? Kann man eine Netzwerk-Festplatte (NAS) direkt an den LAN-Eingang des Receivers anschließen? Zur Erinnerung: Damals, also vor zwölf Jahren, hatte man noch keinen WLAN-Router im Haus. Den persönlichen Gateway ins Internet nannte man Modem, und das Ding hatte Buchsen für exakt einen Computer. Einige geständige Telefonate mit Lothar Wiemann sowie viele hundert Seiten Tutorials und Workshops im Internet brachten mich über die Ziellinie. Kurzum: Mein heutiges Wissen über Netzwerktechnik und Streaming gründet auf den Erfahrungen mit T+As E-Klasse. So etwas schweißt Bindungen dauerhaft zusammen.

T+A ist einfach saugut kombiniert!

Dabei wäre der sympathiefördernde Rückenwind gar nicht erforderlich gewesen. Meine Begegnung mit der E-Klasse war Liebe auf den ersten Blick. T+A darf sich zur Speerspitze der Schöpfer des Multi-Source-Gedankens zählen. Die Player der Serie deckten bereits 2007 flächendeckend alle Belange der zeitgenössischen HiFi-Umgebung ab: Radio (FM, DAB, Web), CD, UPnP- und DLNA-Netzwerk, USB war an Bord und extern zugängliche analoge und digitale Buchsen waren ebenfalls am Start. Die E-Serie verarbeitete auch damals schon 24/192. Und der Klang … Wenn es jemals einen Zeitpunkt gab, zu dem man sagen durfte: „Mehr HiFi braucht kein Mensch!“, dann galt das zu jener Zeit für den Music Receiver oder die große E-Kombi – gemeinsam mit dem Receiver erschienen ein diskreter Vollverstärker sowie ein reiner Multiplayer, die Vorgänger unserer Test-Kette.

T+A E-Serie
LAN, wem LAN gebührt: Die „E2 Link“-Schnittstellen vernetzen beide Geräte miteinander und stellen sicher, dass man die „E“-Geschwister mit einem Geber oder der App des MP 1000E steuern kann.

In den kommenden Jahren verfolgte ich die Evolution der Familie. Als erste Änderung brachten die Herforder eine Balanced-Version des Players heraus, die außer mit Cinch- auch mit XLR-Ausgängen ausgestattet war. Darauf folgten Jahre der Systempflege: Nach langem Ringen konnte T+A die unterbrechungsfreie Wiedergabe verkünden, das Webradio wurde verfeinert, neue Tonformate wanderten auf die Feature-Liste, die zugehörige Remote-App wurde erst für Apple, dann auch für Android herausgegeben – vertrauensfördernde Produktpflege eben.

Vor drei Jahren dann der große Knall: Nach fast zehn Jahren war es an der Zeit, die E-Familie in den wohlverdienten Ruhestand zu schicken. Grund für die Sägegeräusche im Portfolio war die zwischenzeitige Entwicklung der HV- und der deutlich verbesserten R-Familie. Beide hatten die Messlatte höher gelegt und neue Erkenntnisse geliefert, die es absurd wirken ließen, die technisch veraltete E-Linie weiterzulisten. Also: Bühne frei für die neuen Modelle.

T+A E-Serie
Strikte Aufgabenteilung: Der Vollverstärker (links) ist abgesehen vom Fernbedienungs- Controller strikt analog aufgebaut, alles Digitale steckt derweil im D/A-Wandler und Streamer des Multiplayers (rechts).

Alles nach oben geschraubt

Nach außen sind die Neuen vor allem durch ihre Nomenklatur von den alten Geräten zu unterscheiden. T+A führt seine Full-Size-Serien nun als 1000er (E), 1200er und 2000er (R) sowie 3000er (HV). Aus dem Multi Player wurde folglich der MP 1000E, und der ehemalige Power Plant firmiert unter PA 1000E. Optisch ist das Duo nahezu identisch mit seinen Vorbildern, allerdings mit einem Unterschied, den man beim Hochheben bemerkt: Die einstmals aus Kunststoff gefertigten Seitenwangen bestehen nun aus massivem Aluminium. Vermutlich gab es gelegentlich Klagen über die Materialqualität der Wangen.

Ehe mir Unterschlagung vorgeworfen wird, möchte ich auch auf die Preisentwicklung der Serie eingehen. Wer sich die 2007er-Kombi kaufte, musste für beide Geräte rund 3700 Euro hinblättern. Dafür bekommt man heute allein den PA 1000E. Das lässt sich kaum mit Inflationseffekten rechtfertigen. Wir müssen trotzdem eine Lanze für T+A brechen. Die Marke entwickelt, fertigt und montiert nach wie vor sämtliche Geräte sowie Baugruppen in Herford und Umgebung. „Made in Germany“ ist hier also mehr als reines Marketing. Außerdem stecken unter den Gehäusedeckeln Schaltkreise, die selbst der damaligen (2007er) R-Serie überlegen sind. Mit der ursprünglichen E-Familie teilen sich die 1000er also nicht viel mehr als das (Gehäuse-)Konzept.

T+A E-Serie
Bei T+A sind selbst Gerätefüße Präzisionsbauteile.

Und das bereitet das nächste Argument vor: Neue Features wie unterbrechungsfreies Gapless Play, Apps und zahlreiche Wiedergabelizenzen verschlingen Unsummen. Und bei den Features hat T+A so einiges nachgerüstet. Nach wie vor ist der MP ein umfassender Allesspieler mit neu entwickeltem CD-Drive, Radio und Streamer. Letzterer verarbeitet Signale via LAN, WLAN, Bluetooth (aptX) und USB (Computer, Smart Devices und Datenträger). Zusätzlich kann man auf Tidal, Deezer und Qobuz zugreifen – jene exklusiven Streamingdienste also, die verlustfreies Material verströmen. Außerdem wanderte das „Roon ready“-Zertifikat in die T+A-Schaltkreise. Verarbeitet wird all dies über einen Wandler der Superlative, der intern mit 32 Bit auflöst und bis zu 384 Kilohertz schluckt – egal, wie komplex die anfallenden Aufgaben aussehen, hier sind keine Verluste zu befürchten. Hinaus gelangen die vergoldeten Töne digital oder via Cinch und XLR – die Balanced-Option ist mittlerweile serienmäßiger Bestandteil des MP 1000E. Optional kann man sich die Ausgänge variabel beschalten lassen, um Aktivmonitore oder Endstufen direkt aus dem Alleskönner anzutreiben. Das Serienmodell verzichtet auf diese Fähigkeit, da sie zusätzliche Bauteile in den Signalweg bringt.

Alles Analoge findet derweil im PA 1000E statt. Mit 250 Watt an vier Ohm ist der Vollverstärker ein kompakter Kraftprotz, der mit jedem Lautsprecher auskommen sollte. An Wilson Audios Sasha DAW, JBLs L100 und MuSiCa NoVas PlethorA fühlte er sich jedenfalls auf Anhieb wohl. Zwei symmetrische und fünf cinchige Quellen lassen sich in seine Schaltkreise lotsen. Wer auf Optionen steht, darf sich freuen, dass T+A eine MC- oder MM-Phono-Platine liefern kann (auch nachträglich), die einen der fünf Cinch-Inputs belegt. Schließlich gibt’s einen frontseitigen Kopfhörer-Ausgang und eine superbe Klangregelung, die gerne verwendet werden darf. Habe ich etwas vergessen? Ach so: Beide Komponenten können über ein Link-Kabel verbunden werden. Anschließend kann man den MP über die Fernbedienung des Amps und den PA umgekehrt über die App des MP mitsteuern. Ein nebensächliches Detail – es zeigt aber, dass T+A seine Produktfamilien wirklich als „Familien“ auffasst.

Endloser Hörgenuss bei T+A

Ich könnte Ihnen nun Absatz um Absatz vom goldig-feinen Schimmer berichten, der so charakteristisch für den Klang der E-Komponenten ist. Darüber schreiben, wie haarfein, holografisch und präsent sie David Gilmores Stimme in unseren Hörraum projizierten oder wie seidig fein die Färbung und Klarheit seiner Gitarren und Hallfahnen in die Tiefe einer virtuellen Unendlichkeit entschwanden. Das tue ich aber nicht, denn es würde a) am eigentlichen Schlüsselmerkmal der Kette vorbeigehen und b) implizieren, dass diese hohe Klangkunst bei T+A-Komponenten nicht ohnehin eine Selbstverständlichkeit ist.

T+A E-Serie
Trifft man auch nicht so oft: Exakte Beschreibung der optimalen Leiterbeschaltung.

Diese Anlage bringt eine Eigenschaft mit, die eigentlich pures Gift ist für Tester mit geregeltem Tagesablauf und für alle, die nur mal schnell in einen Song reinhören möchten. Will man andererseits abschalten und bei einem Glas Rotwein Raum, Zeit und Alltagsstress vergessen, wandelt sich dieses Gift in pures Ambrosia. Die beiden 1000er werfen Klänge wie ein feines Garn in den Hörraum, hüllen den Wehrlosen in dieses Gespinst und tragen ihn weit fort. Das schreibe ich vornehmlich der unfassbaren Gelassenheit des PA 1000E zu, der tiefste Impulse aus dem Handgelenk zu schütteln scheint. Der abgrundtief wabernde Synthie-Bass in London Grammars „Hey Now“ (If You Wait) lässt die Wände unseres Hörraums erbeben, während die sonore Stimme von Hannah Reid lupenrein und bestechend klar im Zentrum der Bühne steht. Der endlose Nachhall verklingt ohne einen Anflug von Modulation oder Kompression. Wer angesichts dieser Performance nicht mit offenem Mund vor der Kette sitzt, dem ist ohne verschreibungspflichtige Medikamente wahrscheinlich nicht zu helfen.

Gehörigen Anteil an der fesselnden Präsenz hat freilich auch der Hochleistungs-DAC des MP, der keinen Raum lässt für kleinste Ungereimtheiten. Technisch ist er ein Ableger der 3000er-Serie und wie sein großer Bruder im MP 3100HV liefert er Line-Signale, deren Phasenrichtigkeit und Linearität jeden Anlass zum Tadel ausräumen. Die Wirkung: Schärfe, Abbildungstiefe und ein mitreißendes Timing, dass meine alte Liebe zu dieser Ausnahme-Baureihe aufs Neue entflammt hat. Ich hatte Sie ja gewarnt: Objektiv kann man sich mit dieser Kette nicht auseinandersetzen!

Wir meinen

Das E-Gespann aus dem Hause T+A bietet alle Möglichkeiten, die man einer zeitgemäßen Anlage abverlangen darf, und ist klanglich über jeden Zweifel erhaben. Produktpflege und Verarbeitung passen: Die eine Kette für ein HiFi-Leben.

 

Info

Multiplayer T+A MP 1000E
Konzept: Multiplayer mit CD-Laufwerk, Radio (FM, FM HD, DAB+ und Webradio), USB (Computer, Datenträger, Portables) und Streaming Client (UPnP/DLAN) mit Zugriff auf Tidal, Deezer und Qobuz; „Roon ready“
D/A-Wandler: Hochbit-DAC verarbeitet max. 32/192 sowie DSD256
Eingänge: 5 x S/PDIF, 2 x USB
Ausgänge: Line Out (Cinch/XLR), optional mit Pegelsteuerung; Digital Out, Kopfhöreranschluss
Maße (B/H/T): 44/12/36 cm
Gewicht: 11 kg
Garantiezeit: 2 Jahre (3 Jahre nach Registrierung)
Preis: ab 4690 €

Vollverstärker T+A PA 1000E
Konzept: analoger Stereo-Vollverstärker mit Klangregelung (Bass/Höhen), Balance, Loudness und Source Direct („Flat“)
Leistung 4/8 Ω): 2 x 250 W/2 x 140 W
Klirrfaktor: < 0,004 %
Eingänge: 2 x symmetrisch (XLR), 5 x Hochpegel (Cinch), Phono MM/MC optional
Ausgänge: Pre Out (variabel), Rec Out (fix), Kopfhöreranschluss
Maße (B/H/T): 44/12/38 cm
Gewicht: 14 kg
Garantiezeit: 2 Jahre (3 Jahre nach Registrierung)
Preis: ab 3190 €

 

Kontakt

T+A Elektroakustik
Planckstraße 9–11
32052 Herford
Telefon +49 5221 76760

www.ta-hifi.de

 

Mitspieler

Datenquelle: Audiodata MusikServer MS II, Melco N100
Digitalplayer: Ayon CD-3sx, Lumin D2, Naim Uniti Star
Plattenspieler: Clearaudio Innovation mit Tonarm Universal
Phonoentzerrer: Cambridge Audio Duo, Einstein The Phono Amp, Lyric Audio PS10
Endverstärker: Lumin Amp
Lautsprecher: B&W 702 S2, Wilson Audio Sasha DAW, JBL L100, MuSiCa NoVa PlethorA
Kabel: AudioQuest, in-akustik, Lehr Audio, Vovox

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Thivan Labs Vollverstärker im Test

Keine Angst vor Röhren

Thivan Labs präsentiert mit dem 811 Anniversary einen Triodenverstärker, der auch eingefleischte Transistorfans auf Abwege bringt.

Fotografie: Ingo Schulz

Röhrenverstärker sind womöglich der letzte Abenteuerspielplatz für den wagemutigen Highender. Bereits die in aller Regel mächtige Optik mit aus dem Käfig befreiten Röhren, das exorbitante Gewicht, die Wahl der geeigneten Lautsprecher – dies sind Eingangshürden, die es bei der Entscheidung für einen Glaskolbenverstärker erstmal zu überwinden gilt. Danach folgt dann die Kür, die je nach Gemüt des Musikfreunds zur Lust oder zur Last werden kann: das Einstellen des Ruhestroms, die Auswahl möglicher Röhrenalternativen, das Vorglühen der Röhren – all das kann im Zeitalter des digitalen Plug-and-Play so manchem Zeitgenossen zeit- und vor allem nervenraubend erscheinen.

Als hätte man im fernen Vietnam die Gedanken des Redakteurs vorab erraten, steht nun ein 36 Kilogramm schweres Prachtexemplar vor mir, das jedoch – vom Gewicht einmal abgesehen – schnell alle Sorgenfalten aus meiner Stirn wischen sollte: Der Single-Ended-Triodenamp 811 Anniversary aus dem Hause Thivan Labs.

Thivan Labs 811 Vollverstärker Thivan Labs 811 Vollverstärker

Atemberaubendes Design

Selten habe ich ein Gerät von so eigenständiger Optik gesehen. In seiner mattgrauen Grundfarbe wischt es nicht nur mal eben schnell die Standards Schwarz und Silber beiseite, sondern changiert auch ganz wunderbar zwischen Vintage und Avantgarde. Die feinen Holzintarsien an der Front machen das Schwergewicht vollends wohnzimmertauglich und fügen einen Hauch feiner Eleganz hinzu. Unter technischen Gesichtspunkten kann sich auch der unerfahrene Röhrenliebhaber schnell mit dem Gerät anfreunden. Der Ruhestrom wird komplett per Auto-Bias geregelt – da braucht es kein Expertenwissen, nach dem Einschrauben der Röhren und einer kurzen Vorglühzeit kann es sofort losgehen.

Dabei gehört der Thivan zu den angenehmen röhrigen Zeitgenossen, die bereits nach wenigen Minuten volle Leistung und vollen Klang abrufen können; man muss also kein Angst haben, dass es fortan zur highfidelen Pflicht gehört, den Wecker 30 Minuten vor dem angestrebten Hörgenuss klingeln zu lassen, um an das Hochfahren des Verstärkers erinnert zu werden. Also doch beinahe ein Plug’n’Play-Verstärker für das 21. Jahrhundert. Lediglich bei der Wahl der Lautsprecher sollte man ein wenig Sorgfalt walten lassen. Um nicht gleich mit wilden Experimenten zu beginnen, habe ich zunächst Ulf Monings Hochwirkungsgradlautsprecher DynamiKKs! Model 12 angeschlossen, die mit einem Wirkungsgrad von 94 db wie gemacht für die 10 Watt Ausgangsleistung des Thivan erscheinen. Nun gebe ich zu, dass ich gerade bei Triodenverstärkern einem gewissen Vorurteil anhänge und diese gern vorschnell in die Kiste „undynamisch“ und „wattierend“ einordne.

Thivan Labs 811 Vollverstärker Thivan Labs 811 Vollverstärker

Thivan Labs bietet Dynamik ohne Grenzen

Um dem Thivan und vor allem auch mir selbst auf den Zahn zu fühlen, landet sehr schnell Ronald Brautigams interpretatorisch und klangtechnisch formidable Einspielung der Beethoven’schen „Mondscheinsonate“ im Player, eine SACD vom schwedischen Label BIS. Brautigam spielt hier auf einem rekonstruierten Hammerflügel des frühen 19. Jahrhunderts und zeigt im schnellen Schlusssatz der Sonate mit seinen dynamischen Explosionen und harten Sforzati, wie Beethoven die Instrumente seiner Zeit an die Grenzen des Spielbaren führte. Was heute für einen modernen Flügel kein Problem mehr darstellt, war für die Hammerklaviere Beethovens ein existenzielles Problem.

Wer wissen will, warum Beethovens Aufführungen und Improvisationen den Zuhörern damals den Atem stocken ließ, der höre sich die Aufnahmen Brautigams an. Bereits nach wenigen Takten des Hörens wird klar, dass das Trioden-Prinzip des 811 hier wunderbar mitspielt. Die scharfen Spitzen im Diskant werden nicht im Geringsten geglättet, da wird nichts an Klanghärten in ein wohligeres Licht gerückt, und die dynamischen Steigerungen des Pianisten werden an keiner Stelle eingedampft. Im Gegenteil: Dank einem unnachahmlichen Flow, den der Verstärker der Musik verleiht, erklingt der musikalische Parforceritt bei der Reproduktion mit einer Selbstverständlichkeit, die so nicht jeder Verstärker hinbekommt.

Thivan Labs 811 Vollverstärker

Handmade in Ho Chi Minh City

Bevor ich weitere Hörsessions starte, bin ich natürlich neugierig geworden, wer sich hinter Thivan Labs verbirgt und was es mit High End „Made in Vietnam“ auf sich hat. Michael Derks vom deutschen Vertrieb berichtet mir dann telefonisch, dass es sich bei Thivan Labs um den führenden vietnamesischen Hersteller auf dem Gebiet der Forschung, des Designs und der Herstellung von Röhrenverstärkern und Hochwirkungsgradlautsprechern handelt. Ausgehend von einer DIY-Leidenschaft gründeten die beiden Ingenieure Thi Hoang Nguyen und Van Anh Nguyen, die ihr Studium an der Electric and Electronic Faculty der Ho Chi Minh City University of Technologies abgeschlossen haben, bereits 2008 ihr eigenes Unternehmen Thivan Labs. Mittlerweilen haben die beiden Chefentwickler in Ho Chi Minh City (früher: Saigon) ein internationales Team um sich herum versammelt, um weltweite Entwicklungen im Blick zu haben, aber vor allem auch, um schnell und konkret auf die Bedürfnisse der jeweiligen Kunden zu reagieren.

Bass und bässer

Dass Röhrenverstärker und Hochwirkungsgradlautsprecher mit Harfen-Plingpling und Frauenstimme gut zurechtkommen, weiß ich, das muss ich mir in meinen vier Wänden nicht zumuten, dafür gibt es Messen. Stattdessen gönne ich mir Yellos „The Expert“ aus dem 2009er Album Touch. Was da die Trioden an Bass und Schub in die DynamiKKs! drücken, macht geradezu atemlos. Dafür muss man den Lautstärkeregler gar nicht mal weit aufdrehen. Dieter Meiers brummelnder Bariton nuschelt mir geradezu verführerisch entgegen, und ich denke bereits daran, die nächste Gartenparty mit Thivans 811 zu beschallen. Nun gut – das ist dann vielleicht doch etwas über das Ziel hinausgeschossen, aber in der Kombination mit den DynamiKKs! Model 12 grundsätzlich vorstellbar.

Wie sehen aber Yellos Elektrogeschosse an einem „normalen“ Lautsprecher aus? Seit einigen Monaten werkeln gewissermaßen als Allzweckwaffe Wharfedales Linton in meinem Hörkeller. Mit sechs Ohm Impedanz und einem Wirkungsgrad von 90 db sind sie nicht ganz so leicht zu treiben wie die DynamiKKs!, benötigen aber auch kein Kraftwerk — wie so manche Box mit einem Wirkungsgrad < 90 db. Dass Yellos Bässe nun nicht mehr ganz so abgründig klingen, ist sicherlich den unterschiedlichen Basstreiberkonzepten und schlichtweg auch dem Größenunterschied der beiden Lautsprecher zuzuschreiben. Zwar muss ich den Lautstärkeregler nun ein wenig mehr bemühen als bei den 94 db der Dynamikks, dennoch können die Trioden auch locker die Linton zu einem durchaus dynamischen elektronischen Feuerwerk animieren, das die Magengrube mit jeder Menge Punch erfreut.

Thivan Labs 811 Vollverstärker Thivan Labs 811 Vollverstärker

Volumen für Stimme und Seele

Bevor nun der Verdacht aufkommt, dass wir es – da ich bislang vornehmlich die dynamischen und tonal neutralen Qualitäten betont habe – bei Thivans 811 Anniversary mit einem verkappten Transistorkonzept zu tun hätten, gehen wir noch ein wenig auf die Stimmwiedergabe ein. Dass Dieter Meiers Stimme nicht nur grummelt, sondern mit einem geradezu verführerischen Flair umgeben ist, habe ich ja weiter oben schon anklingen lassen. Auffallend ist, dass Gesangsstimmen unabhängig vom Genre mit einem Hauch mehr Volumen versehen werden, als man dies von Mainstreamschaltungen aus dem Transistorbereich kennen mag.

Auffällig wird dies vor allem bei mittelprächtigen Aufnahmen der 1980er und 90er Jahre. Tracey Thorns so einzigartige und unverkennbare Stimme auf den frühen Produktionen des legendären Duos Everything but the Girl klingt etwa auf dem Album Love Not Money etwas lieblos aufgenommen, das spezifische Timbre Thorns ist mitunter eher zu erahnen als zu erhören. Hier sorgt nun das Röhrenschimmern des Thivans für eine Ehrenrettung. Die Songs erklingen beinahe so, als hätte man sie einem Remastering unterzogen, und auch auf diesem Album erhält Tracey Thorns Stimme die Sogwirkung, die man gemeinhin mit ihr verbindet.

Thivan Labs 811 Vollverstärker Thivan Labs 811 Vollverstärker

Wir meinen:

Nach einigen Wochen vergnüglichen Hörens mit dem Triodenkonzept aus Ho Chi Minh City muss ich die Einschätzung des Abenteuerspielplatzes Röhrenverstärker doch ein wenig zurücknehmen. Der 811 entpuppt sich als absolut unkomplizierter Zeitgenosse. Er benötigt nur wenig Einspielzeit und das Auto-Bias ist auch für Röhrenanfänger einfach zu handhaben. In der ab Werk gelieferten Röhrenvariante kommt der Wunsch nach Tuberolling und/oder Tuningmaßnahmen gar nicht erst auf. Berücksichtigt man nun noch die hervorragende Verarbeitungsqualität, das eigenständige Design und den mehr als annehmbaren Preis, dann gibt es eigentlich keinen Grund, sich weiter am „Abenteuer Röhre“ vorbeizumogeln. Und aus klanglichen Gründen ist es geradezu Pflicht, sich beim demnächst anstehenden Verstärkerkauf mit den Gerätschaften der Herren Thi Hoang Nguyen und Van Anh Nguyen zu beschäftigen. Der 811 Anniversary bietet den perfekten Einstieg dazu.

Technische Informationen:

Röhren-Vollverstärker Thivan Labs 811 Single-Ended Anniversary
Eingänge: 1 x XRL, 2 x RCA
Röhrenbestückung: 1 x 12AU7, 1 x 6H8C (6SN7), 2 x6V6, 2 x 811A
Ausgangsleistung: 2 x 10 W
Frequenzbereich: 10 Hz bis 30 kHz (−3 dB)
Eingangsempfindlichkeit: 800 mV
Eingangsimpedanz: 100 kΩ
Leistungsaufnahme: 175 W
Maße (B/H/T): 45/26/40 cm
Gewicht: 36 kg
Garantiezeit: 2 Jahre
Preis: 2800 €

Kontakt:

TCG Handels GmbH
Döppers Esch 7
48531 Nordhorn
Telefon +49 5921 7884927

www.tcg-gmbh.de

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Exposure 2510 Integrated

Schlank aber kräftig

Mit dem Vollverstärker Exposure 2510 eröffnen die Briten eine völlig neue Modellreihe

Mit dem Exposure 2510 Integrated präsentieren die Briten einen Vollverstärker. Der verspricht hohen Klanggenuss zu einem vernünftigen Preis. Getreu dem in England beliebten Motto „real hi-fi at real world prices“ glänzt der Exposure 2510 mit pfiffiger Technik und einer äußerst praxisgerechten Ausstattung. Insgesamt bietet der kompakte Vollverstärker sechs analoge Signaleingänge. Einer davon ist als AV-Durchschleifpunkt ausgelegt. Ein weiterer ist mit einem hochwertigen MM-Phono-Entzerrer ausgestattet. Neben der passiv arbeitenden Vorstufe beeindruckt der 2510 mit einer erstaunlich leistungsstarken Endstufe, die zwei mal 75 Watt an acht Ohm ausgibt. Ihre Energie zieht sie aus einem großzügig dimensionierten Ringkerntrafo. Der audiophile Vollverstärker ist die erste Komponente der brandneuen Produktlinie und kostet um 1.750 Euro.

Exposure 2510 Vollverstärker Exposure 2510 Vollverstärker

Der neue Exposure 2510 Integrated beweist, dass überragende Klangqualität nicht exorbitant teuer sein muss. Mit der massiven und nur von zwei Drehschaltern bestückten Frontplatte, verzichtet der Vollverstärker auf äußerlichen Firlefanz und beeindruckt lieber mit seinem aufwendigen Innenaufbau. Hier unternahmen die Ingenieure offenbar alles, um mit kurzen Signalwegen, einem mächtigen Ringkerntrafo und der für Exposure typischen Kaskoden-Schaltung, einen klangstarken Vollverstärker zu bauen. Die integrierte Hochpegelvorstufe ist beim 2510 komplett passiv ausgelegt, womit die kräftige Endstufe nahezu vollständig von der stabilen Stromversorgung profitiert.

Exposure 2510 Vollverstärker

Schallplattenliebhaber dürfen sich an einem hervorragenden MM-Phonoeingang erfreuen, der qualitativ mit vielfach teureren Phonovorverstärkern konkurriert. Vielleicht sind es die erstaunlich niedrigen Verzerrungswerte oder das kompromisslose Schaltungskonzept, das dieser Musikkomponente eine Sonderstellung gibt. Mit Sicherheit ist es jedoch das von über vier Jahrzehnten Erfahrung getragene Gesamtkonzept und die ungebrochene Leidenschaft der Briten, die uns diesen hoch musikalischen 2510 beschert.

Technische Daten:

Ausgangsleistung: 2 x 75 W an 8 Ω
Eingänge: 6 x Line (Cinch), davon: 1 x AV Direct, 1 x Phono MM
Ausgänge: 1 x Pre Out, 1 x Tape Out (Cinch)
Frequenzgang: 20 Hz – 20 kHz (0.5 dB)
THD: <0.015% @1Khz
Signalrauschabstand: >100 dB
Eingangsimpedanz: >14k Ω, Line in
Weitere Ausstattung: Fernbedienung, Phono (MM) integriert
Abmessungen (B/H/T): 44/9/ 30 cm
Gewicht: 6 kg
Preis: um 1750 Euro

Hier geht’s zum deutschen Vertrieb …

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Nubert nuControl 2 und nuPower A

Muskel- und Kopfspielchen

Bei Nubert scheint man auf Superlative zu stehen: Mit nuPower A und nuControl 2 werfen die Schwaben einen äußerst kraftvollen Endverstärker ins Rennen. Zur Seite steht ihm eine der vielseitigen Vorstufen am Markt.

Quartettspiele … erinnern Sie sich noch an diese Kartensammlungen zu allen denkbaren Sachverhalten? Autos, Bagger, Schiffe, Flugzeuge – alles wurde in hübschen Bildern sowie in Zahlen und Werten dargestellt, die sich wunderbar vergleichen ließen. In jedem Spiel gab es diese eine Karte, jenen verflixten unüberwindbaren Trumpf, der alle anderen ausstach.

Würde man ein Quartett zum Themenkomplex Verstärker zusammenstellen, hätte Nubert gute Chancen, gleich mehrere dieser Trümpfe zu stellen.

Neue Herausforderung

Das ist insofern verblüffend, als man die Lautsprecherspezialisierten aus dem Schwabenländle oft gar nicht auf dem Schirm hat, wenn es um wattstrotzende, highendige Leistungsargumente geht. Bei Nubert hingegen gab es keine größeren Berührungsängste vor der neuen Herausforderung. Immerhin entwickeln die Klangtüftler schon seit Jahrzehnten Aktivelektroniken für ihre selbstverstärkten Subwoofer, Soundbars oder Multimedia-Boxen. Da war es ein vergleichsweise kurzer Weg, auch separate Elektronik anzubieten. Ehe das zu Missverständnissen führt: Bei den Geräten der nuPower- und nuControl-Baureihen handelt es sich um eigenständige Entwicklungen. Sie mögen in Teilaspekten auf den Erfahrungen mit bestehenden Aktivmodulen beruhen, wurden aber nicht, wie etwa der Aktivmonitor A-125 oder der neue Verstärker AmpX, aus anderen Produkten abgeleitet.

Nubert nuControl 2 und noPower A
Nuberts komplette Elektronik-Familie (v.l.n.r.): nuPower A, AmpX (vorn), nuPower D (oben) und nuControl 2

Machtvoller Einstieg

Bereits vor knapp fünf Jahren – 2015 – brachte das Unternehmen aus Schwäbisch Gmünd seine nuPower D in Umlauf. Eine durchweg bemerkenswerte Endstufe, die man eigentlich nur nach Vorlage eines Waffenscheins ausgeben sollte. Sie münzt den Netzstrom praktisch eins zu eins in musikalische Wattpower um. Eine Belastungsgrenze scheint der Kraftprotz nicht zu kennen. Bei ungefähr 3,5 Kilowatt dürften die meisten Haussicherungen das Abriegeln übernehmen. So genau lässt sich das aber nicht sagen, da die meisten Lautsprecher und Messgeräte schon vorher verglühen.

Die nuPower, offiziell wird sie mit rund 1240 Watt an vier Ohm angegeben, verschnürt ihre brachiale Leistung in einem Gehäuse, das nicht mehr Platz beansprucht als ein handelsüblicher CD-Spieler oder Gardemaß-Streamer und das obendrein auch noch „federleicht“ ausfällt.

Die Alternative

„Mhhh …“, wird sich der eine oder andere Skeptiker gedacht haben. Eine Endstufe, die ohne größere Anstrengung jeden Lautsprecher von seinen Chassis befreien kann – was generell ja sehr cool ist –, sollte gefälligst auch aussehen wie ein ungezügeltes Monstrum! Außerdem störten sich einige audiophile Zeitgenossen an der zugrunde liegenden Technik. Class D oder PWM, wie es besser heißen müsste, mag im Kern durch und durch analog sein, das Schaltungskonzept wird trotzdem oft als Digitalverstärker missverstanden. Ein fehlgeleitetes Ideologiegespinst, das man aus den Köpfen der aktuellen HiFi-Generation wohl nicht mehr herausbekommt. Mit diesen Skeptikern musste sich Nubert nicht weiter herumärgern. Denn kaum war die D am Markt, kündigten die Schwaben eine durch und durch „analoge“ Alternative zu ihrer PWM-Monstrosität an.

Bis zum Release der nuPower A flossen allerdings noch einige Kubikkilometer Wasser die Rems hinab. Und das leider sprichwörtlich: Ein Hochwasser des an sich harmlosen Flüsschens vernichtete das komplette erste Fertigungslos und verzögerte die Endstufe … zwei völlig verschlammte Belege des extremen Wetterphänomens begrüßen aus einer Vitrine heraus die Besucher des Firmenstammsitzes.

Nubert nuControl 2 und noPower A Nubert nuControl 2 und noPower A

Nubert nuPower A: Ein Koloss!

Die Endstufe bietet all das, was der zierlichen D fehlt. Ihr Gehäuse ist ein veritabler Aluminiumbrocken, der aber mit Abmessungen von 43 mal 45 Zentimetern und knapp 25 Zentimeter Höhe problemlos in jedes Rack passt. Mag das noch verdaubar erscheinen, machen 42 Kilogramm das Auspacken und Aufstellen der Endstufe zur Aufgabe für zwei. Maßgeblichen Anteil am Gewicht haben das robuste, tadellos verarbeitete Metallgehäuse mit seinen Kühlrippen sowie die Transformatoren des Netzteils.

Bei Letzteren verwendet Nubert nicht die allseits beliebten und verbreiteten Ringkerne. Stattdessen setzte Projekt- und Entwicklungsleiter Markus Pedal auf große Schnittbandtransformatoren. Man muss sich eigentlich fragen, warum man die nicht viel häufiger antrifft. Sie erzeugen im Inneren des Gehäuses weniger Einstreuungen, was bei einer Endstufe dieser Leistungsklasse essenziell ist. Und damit wären wir wieder bei den Argumenten, die Nuberts Elektronik zum Trumpf in jedem Quartett qualifizieren: Für zahlenversessene Musikliebhaber wirft die nuPower A eine Dauerleistung von 540 Watt in den Ring. An vier Ohm. Die für Musik entscheidendere Musikleistung liegt derweil sogar bei 1150 Watt. Im Mono-Brückenmodus sind es dann sogar die vollen 1150 Watt in der Dauerbelastung. Damit braucht sich die A also nicht hinter der D zu verstecken. Wie ihr schlankes Geschwisterchen ist die Endstufe ein Garant für Dynamik-Orgien.

Dank der außergewöhnlich ruhigen Transformatoren und ihrer handverlesenen Signalverarbeitung punktet die mächtige Stereo-Endstufe mit einem Rauschabstand von 117 Dezibel und harmonischen Verzerrungen im Bereich um 0,002 Prozent.

 

Nubert nuControl 2 und noPower A Nubert nuControl 2 und noPower A

Erstaunlich leichtfüßig

Wer diese großspurigen Zahlenspiele mit Schwerfälligkeit assoziiert, dürfte vom Klang der Endstufe überrascht werden. Bereits nach wenigen Tönen über Wilson Audios Sasha DAW erwies sich „Fräulein A“ als außerordentlich leichtfüßige und geradezu spritzig-lebhafte Leistungsendstufe. Musikalische Vorlieben scheint sie nicht zu haben. Egal, ob wir sie über Audiodatas MusikServer II mit Hugh Masekelas legendärem 94er Livemitschnitt von „Stimela“ fütterten, mit akustischer Kost wie Neil Youngs „Old Man“ (Harvest) oder mit standesgemäß abgemischtem Ambience-Electro von Boards Of Canada, sie beförderte die Frequenzen stets neutral, sauber und ohne jeden Anflug von Färbung in den Hörraum.

Die erstaunliche Leichtfüßigkeit verlieh der Musik dabei ein wahrhaft mitreißendes Flair, dem wir uns nur schwer entziehen konnten. Noch beeindruckender ist allerdings, dass die Endstufe ihre Klangtugenden über das gesamte Leistungsspektrum ausspielt. Selbst wenn man den Pegel extrem leise einstellt, lassen ihre kraftvollen Attacken und die unvergleichliche Stabilität in den untersten Bassregistern die schiere Power des Kraftwerks erahnen. Tiefe Impulse versetzten auch so schon physisch fühlbar, souverän und beeindruckend die Raumluft in Bewegung. Umgekehrt büßt sie aber selbst dann nichts von ihrer Leichtgängigkeit, Präzision und ihren flinken, geradezu explosiven Impulsen ein, wenn man die Wände wackeln lässt. Diese unglaubliche Spielfreudigkeit relativiert den Preis von 3750 Euro: In dieser Leistungsklasse erscheint das Kraftpaket als reinster Schnapper!

 

Nubert nuControl 2 und noPower A Nubert nuControl 2 und noPower A

Nubert nuControl: Perfekte Kontrolle

Da so ein Koloss natürlich ordnungsgemäß angesteuert werden muss, schickte uns Nubert auch die passende Vorstufe nuControl 2. Sie baut auf dem 2014 vorgestellten ersten Modell auf und verfeinert dessen Konzept, ohne den gebotenen Rahmen an irgendeiner Stelle zu durchbrechen. Alles andere wäre schade gewesen, da bereits nuControl Nummer eins herausragend war …

Um die highfidele Kontrollstation kurz zu umreißen: Bei der nuControl handelt es sich um eine DSP-gesteuerte Vorstufe. Auch die Signale ihrer vier analogen Eingänge werden also gewandelt und gleichberechtigt mit den vier Digitalzugängen sowie USB-Audio „verarbeitet“. Die Möglichkeiten zur Signalbeeinflussung sind beeindruckend. Los geht’s mit einem Dreiband-EQ (Bass, Mitten, Höhen) und zwei unterschiedlich abgestimmten Loudness-Kurven. Außerdem bietet das Menü eine siebenbandige, teilparametrische Filter-Phalanx. Teilparametrisch bedeutet hier, dass die Bänder für bestimmte Arbeitsbereiche vorgesehen sind. EQ1 lässt sich beispielsweise im Bereich von 20 bis 150 Hz extrem fein in Ein-Hertz-Schritten abstimmen. Außerdem ist die Filtergüte einstellbar, und mit −12 bis +6 Dezibel ist der Einflussbereich der Filter klug skaliert.

Nubert nuControl 2 und noPower A
Schwarz oder Silber? Nubert bietet sein bärenstarkes Leistungsduett in zwei Farben an.

Ausgestatt wie ein AV-Receiver

Schließlich kann man auch noch Verzögerungen programmieren. Die Hauptlautsprecher lassen sich um bis zu 10, die beiden Subwoofer-Ausgänge um bis zu 16 Meter verzögern und individuell einpegeln. Das erleichtert die Integration der nuControl in ein Surround-Setup oder perfektioniert die Phasen- bzw. Timing-Abstimmung der beiden möglichen Subs.

Darüber hinaus bietet die Vorstufe den vollen Wahnsinn digitaler Prozessoren: Im übersichtlichen wie intuitiven Menü kann man etwa die Pegel-Minderung der Mute-Funktion festlegen, das Display dimmen, die Eingangsempfindlichkeit der vier Analogzugänge abstimmen oder den Einschaltpegel definieren. Alle Parametersätze lassen sich über die beigepackte Fernbedienung in vier Presets speichern. Und besonders wichtig: Da in der Summe eine ganze Menge an (Fehl-)Einstellungen zusammenkommen können, gibt’s schlauerweise einen Werks-Reset.

Nubert nuControl 2 und noPower A Nubert nuControl 2 und noPower A

Digital … ist … hier … überlegen!

Wir wissen, dass es hier und dort Ressentiments gegen DSP-Signalverarbeitungen und alles „Unanaloge“ gibt. Gerade bei dieser Masse an EQs und Möglichkeiten führt aber kein Weg am Elektronengehirn vorbei. Man stelle sich nur einmal vor, was für ein Bauteilaufwand erforderlich wäre, um mit analogen Mitteln funktional auch nur in die Nähe der nuControl 2 zu gelangen. So eine Vorstufe ginge ins Fünfstellige. Und die Baugruppen wären zusätzlicher Ballast im Signalweg.

Nutzt man die EQs der Nubert-Vorstufe hingegen nicht, finden einfach keine Berechnungen statt. Die Filter sind dann schlichtweg nicht vorhanden. Um dem grüblerischen Skeptiker in unseren Köpfen überdies keine Chance für sein notorisches „Moment mal …“ zu lassen, können die Filter, EQs, Delays etc. im Menü abgeschaltet werden. Einen Klanggewinn bringt das nicht, das Gewissen beruhigt dieser „virtuelle Bypass“ aber ungemein.

Kleines, aber feines Upgrade

Die erste Version der nuControl kam trotz aller Finesse mit kleineren Einschränkungen daher. So verarbeiteten ihre A/D- und D/A-Wandler lediglich 24 Bit und 96 Kilohertz. Das war uns um ehrlich zu sein völlig schnuppe, denn sie klang auch damit einfach vorzüglich. Die Praxisrelevanz von Hochbit-Audio ist ohnehin fragwürdig. Aber egal, die neue „2“ ist von diesem Manko befreit und verarbeitet nun das volle Spektrum bis 24/192.

Das zweite Update korrigiert eine kleine Flexibilitäts-Einschränkung der ersten Version. Die nuControl wurde in erster Linie als Treiber für nuPower A und D konzipiert. Während ihre analogen Ausgänge geregelt waren, gaben die Digitalabgriffe stets Line-Pegel (digitale Maximalaussteuerung) aus. Die beiden Endstufen besitzen schließlich keinen Digi-In. Das ist nun anders, denn auch die digitalen Ausgänge übertragen das geregelte bzw. gepegelte Signal. Man kann die Vorstufensignale also in weitere verarbeitende Digi-Komponenten lotsen oder sie zum Aussteuern digitaler Aufnahmen verwenden.

Nubert nuControl 2 und noPower A
Die nuPower A hat Ihnen zu wenig Leistung? Die Nubert nuControl lässt sich auch mit dem PWM-Kraftwerk nuPower D kombinieren.

Klangoptimierung

Die wichtigste Änderung erscheint auf keinem Datenblatt. Da Nubert wegen der neuen DACs ohnehin am Layout der Vorstufe tweaken musste, wurden auch die Bauteile hinterfragt. Hier und dort wurden Widerstände etc. gegen besser klingende Varianten ersetzt, was den Klang des Pres „dezent“ verbesserte, wie uns sein Schöpfer Markus Pedal bei einem Besuch im Nubert-Hauptquartier verriet.

Tatsächlich erlaubt sich die nuControl 2 einen zarten und äußerst schmeichelhaften Hauch von „Sound“. Wo sich die mächtige Endstufe in unbestechlicher Neutralität übt, spielt der Vorverstärker mit einer sanften, cremigen Note. Dieser seidige und herrlich warme Charakterzug gefiel uns außerordentlich gut. Vermeidet er doch, dass „moderne“ Abmischungen zu frisch oder gar scharf und schneidend klingen. Oder anders gesagt: Man kann mit der Nubert nuControl 2 auch Genres wie Alternative-Rock entspannt und genussvoll hören. Und bitte nicht missverstehen: Wir sprechen hier über eine feine Nuance in der Abstimmung, die sich unter Einsatz der Filter einfach korrigieren lässt. Und grundsätzlich besitzt die Vorstufe eine hervorragende Auflösung. Sie reproduziert Höhen bis 24 Kilohertz und zeichnet alle Details klar, plastisch und nachvollziehbar in den Hörraum.

Nubert nuControl 2 und noPower A

Wir meinen …

Nubert ist mit seinem Gespann ein unschlagbar musikalisches Duett gelungen. Die Leistung und Natürlichkeit der Endstufe macht die Wahl des Lautsprechers zur bloßen Geschmacksfrage, während die zahlreichen Anschlüsse und Möglichkeiten der Vorstufe mit AV-Receivern konkurrieren können und den Kontrolletti zur echten Audio-Workstation befördern. Mit etwas Geschick (und Mess-Equipment) kann man mit den Filtern der Nubert nuControl 2 sogar Raummoden eindämmen. Die Verarbeitung der Geräte ist ebenfalls hervorragend. Was sollen wir also noch Worte verlieren: Die „nus“ bilden ein Spitzenduo zum unschlagbaren Kurs!

Technische Daten

Nubert nuControl 2
Konzept: digitale Vorstufe mit DSP-gesteuerten programmierbaren EQs und Filtern
Eingänge analog: 1 x XLR (symmetrisch), 3 x Stereocinch (unsymmetrisch)
Eingänge digital: 2 x S/PDIF elektrisch, 2 x S/PDIF optisch, 1 x USB
Ausgänge analog: 1 x XLR (symmetrisch, geregelt), 1 x Cinch geregelt, 1 x Cinch ungeregelt, 2 x Subwoofer (geregelt)
Ausgänge digital: 1 x S/PDIF elektrisch (geregelt), 1 x S/PDIF optisch (geregelt)
Trigger: 1 x Mini-XLR (12 V)
DSP-Klangregler: Bass, Mitten, Höhen
Equalizer: 7 Bänder, teilparametrisch, 1 Band als zusätzlicher Bass-Equalizer
Delays: 2 x für Hauptlautsprecher bis 10 m, 2 x für Subwoofer bis 16 m
Loudness-Regelung: zwei Stufen oder Bypass
Rauschabstand: 122 dB(A) an allen Signaleingängen
Klirr: 0,0005 %
Frequenzgang: 10 Hz bis 24 kHz (+0/−0,5 dB)
Maße (B/H/T): 43/9/38 cm
Garantiezeit: 2 Jahre
Preis: um 1940 €

Nubert nuPower A
Konzept: Stereo-Endstufe mit vollsymmetrischer Signalverarbeitung in Class-AB-Technik
Dauerleistung: 2 x 540 W (4 Ω, 0,5 % THD+N)
Musikleistung: 2 x 1150 W (4 Ω, 0,5 % THD+N)
Optionaler Monobetrieb: 1 x 1150 W Dauerausgangsleistung (4 Ω, 0,5 % THD+N)
Eingänge: XLR und Cinch
Ausgänge: 2 x Lautsprecherklemmen, für Bi-Wiring oder Parallelbetrieb verschiedener Lautsprecher
Rauschabstand: 117 dBA (1000 W), THD+N < 0,002 %
Sonstiges: Remote-Verbindung zum ferngesteuerten Einschalten mit nuControl und nuControl 2
Maße (B/H/T): 43/25/38 cm
Garantiezeit: 2 Jahre
Preis: um 3750 €

 

www.nubert.de

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Cyrus ONE Cast

Cyrus ONE Cast: Bereit für die Zukunft

In seiner dritten Modellvariante ist der beliebte britische Kompaktverstärker Cyrus ONE Cast nun auch bereit für die musikalischen Anforderungen von Morgen

Cyrus – britisches High End, das immer noch elektrisiert. Viele Audiophile meiner Generation sind mit den berühmten „Zigarrenkisten“ aufgewachsen, sei es mit den noch heute in Vintagekreisen beliebten Modellen One und Two oder mit den leistungsstärkeren Varianten 3 bis 8VS, wobei Letztere bis heute das Portfolio der Firma schmückt. Vor einigen Jahren besann man sich in Huntingdon auf das Ursprungsmodell One, verpasste diesem ein zeitgemäßes Design, ohne jedoch die bekannte typische Formensprache zu negieren und implementierte eine eigens entwickelte hybride ClassD-Variante: Geboren war der Cyrus ONE der Zukunft. Kurze Zeit später gesellte sich der ONE HD hinzu, der zusätzlich noch mit einem integrierten D/A-Wandler versehen war.

Und nun steht schlicht und stolz die dritte Modellstufe vor mir, die die englische Traditionsfirma endgültig in das 21. Jahrhundert katapultieren soll. Das Gerät wurde als Erweiterung des HD ganz auf die digitalen Bedürfnisse und Möglichkeiten des neuen Jahrtausends getrimmt und wartet mit den Möglichkeiten einer assistierten Sprachsteuerung auf. Willkommen in der Welt des Cyrus ONE Cast.

Cyrus One Cast Vollverstaerker
Symbole statt vieler Worte: Der Eingangswahlschalter des Cyrus ONE Cast hat seinen ganz eigenen Stil.

Kraft und Wärme

Bevor ich mich den digitalen Finessen des Cast zuwende, will ich aber ganz traditionell wissen, wie der Verstärker prinzipiell klingt und welche Leistung man ihm abverlangen kann. Im Cyrus ONE Cast arbeitet mittlerweile die vierte Generation des hauseigenen ClassD-Prinzips, das für einen Vollverstärker dieser Größe immerhin stolze 100 Watt pro Kanal zur Verfügung stellt und somit auch leistungskritischere Lautsprecher problemlos antreiben kann. Wer bislang Class D mit digitaler Sterilität verbunden hat, dem sei dringend eine Hörsession mit dieser speziellen Hybridvariante empfohlen.

Nachdem ich meinen SACD-Player mit dem einzigen Hochpegeleingang verbunden habe – der Cast ist ansonsten, vom Phonoeingang abgesehen, komplett auf digitale Zuspieler ausgelegt –, ertönt Jazz Side Of The Moon. Die Quartettformation um Sam Yahel erklingt dabei in einer selten vernommenen griffigen, ja geradezu erdigen Weise. Nun ist diese Chesky-SACD mit den Jazzversionen des Pink-Floyd-Klassikers ohnehin kein zischelndes Leichtgewicht, aber wie Bassdrum und Kontrabass ineinandergreifen, wie das Saxofon sich Raum verschafft, das ist ausgewachsenes High End vom Feinsten – ohne jede Spur analytischer Kälte. Im Anschluss nehmen mich einige nur mittelmäßig produzierte BlueNote-Reissus auf ähnliche Weise gefangen, sodass ich unweigerlich zu dem Schluss komme, dass „Class D by Cyrus“ ganz offenbar das Class A des 21. Jahrhunderts ist.

Cyrus One Cast Vollverstaerker
Das Netzteil nimmt nahezu die Hälfte des Gehäusevolumens ein. Die Streaming-bzw. Cast-Platine ist rechts zu erkennen.

Analoge und digitale Harmonie

Übernommen hat man im Cast die Wandlersektion des Cyrus HD aus dem vorletzten Jahr mit dessen asynchronen USB-Eingang, der PCM bis zu 32bit/192kHz wandelt und zudem bereit für DSD128 ist. Mein Auralic Mini erkennt den Cast problemlos als neuen Wandler und schickt unterbrechungsfrei die Daten auf den Weg. Als äußerst angenehm habe ich es empfunden, dass sich die Wandlersektion keine eigene Signatur erlaubt. Ob DSD oder MP3, die Auflösung der Files mag sich nach der jeweiligen Güte unterschieden haben, der grundsätzliche bereits zuvor über den Hochpegeleingang erfahrene Klangcharakter bleibt indes identisch. Eine Qualität, die nicht alle Vollverstärker mit integriertem D/A-Wandler aufweisen können.

Wie immer man auch dem Cast das Quellsignal zuführt, es bleibt ein konsistentes Hörvergnügen. Sie werden nun sicherlich nicht überrascht sein, dass dies auch für den MM-Phonoeingang gilt. Insbesondere dann nicht, wenn man weiß, dass die im Cast verwendete Schaltung in weiten Teilen auf der in der großen Phono Signature verwendeten Schaltung beruht und vom identischen Entwicklungsteam implementiert wurde. Nun gut – man muss hier auf MC verzichten, wenn man aber ein äußerst dynamisches MM-System am Start hat, dann klingt der Phonoeingang nicht nur in der gewohnten Erdigkeit, die man vom Hochpegeleingang schon kennt, sondern auch extrem dynamisch und quirlig. Meine Parrot/Jico-Kombination jedenfalls wirbelte die Beats des neuen Albums der Pet Shop Boys derart animierend durch den Hörraum, dass eigentlich nie der Wunsch nach einem MC und einem Mehr an Phonostufe aufkam.

Cyrus One Cast Vollverstaerker
Die aufgeräumte Rückansicht des Cyrus ONE Cast.

Ein Fest für Kophörer-Fans

Eher als beiläufige Pflichtaufgabe stöpselte ich zwischendurch meine beiden heimischen Kopfhörer in den frontseitigen Eingang des Cast. Das hätte ich mal lieber bleiben lassen sollen: Es folgte nämlich eine mehrstündige Kopfhörersession, da ich eine dermaßen aufgeräumte und treibende Verstärkung von einem integrierten Kopfhörerverstärker nicht erwartet hatte. Sicher, solide Vintage-Amps der 70er und 80er Jahre können mit diesem Feature noch protzen, aber in den letzten 20 Jahren hat sich die Branche zunehmend für externe zusätzliche Lösungen entschieden, sodass entweder gar kein Kopfhörereingang mehr vorzufinden ist oder eine alles andere als audiophil anmutende Notlösung. Von einer solchen kann hier nun nicht die Rede sein, so wunderbar aufgefächert und mit klar definierter Tiefenstaffelung konnte mein Focal Utopia die Musiker in Leonard Bernsteins „Turkey Trot“ aus dessen Divertimento for Orchestra reproduzieren.

Und auch meinem geschlossenen Beyerdynamic 1770 Pro, der mit immerhin 250 Ohm aufwarten kann, konnte die Verstärkung des Cast bei Paul Kalkbrenners legendären Technobeats aus Berlin Calling gehörig Beine machen. Dermaßen angefixt, wurde nun meine Neugier geweckt und ich fragte bei Werner Berlin vom deutschen Vertrieb Bellevue Audio nach, wie es die Entwickler in Huntingdon zu diesem formidablen Ergebnis gebracht haben. Die Lösung ist im Prinzip denkbar einfach, man würde sie nur einem Gerät dieser Preisklasse und dieser Größe nicht zutrauen. So arbeitet der Kopfhörerverstärker unabhängig von der digitalen Verstärkung im reinen Class A/B-Modus, der mit einer eigenen Stromversorgung aufwartet und sich somit quasi vor den Digitalteil des Cast setzt. Wie auch schon beim Phonoeingang zeigt sich bei der Kopfhörersektion, dass man bei aller digitalen Innovation, die das Gerät bietet, den analogen „Oldschool“-Part nicht nur nicht vernachlässigt, sondern mit eigenständigen überzeugenden Konzepten bedacht hat.

Cyrus One Cast Vollverstaerker
Ein Ring aus LEDs illustriert die aktuelle Abhörlautstärke – dazu muss der Cyrus ONE Cast freilich (anders als im Foto) eingeschaltet sein.

Digitales für Nerds

Zeit, sich nun dem digitalen i-Tüpfelchen zu widmen, das ja in seiner Bedienungsvielfalt und seinen Einsatzmöglichkeiten den Unterschied zum parallelen Cyrus HD markiert. Ich gebe zu, dass im weiteren Teil des Beitrags mein 14-jähriger Sohn gewissermaßen als Co-Autor firmiert, da er über all die digitalen Gadgets verfügt, die man mit dem Cast verbinden kann. Ausgangsvoraussetzung zur Nutzung der multimedialen Skills des Cast ist der Besitz eines Google-Kontos und eines Smartphones (Android oder IOS), auf das man sich die Google-Home-App herunterlädt. Also habe ich mein iPhone gezückt und den Google-Account meines Sohnes gekapert (natürlich nach Absprache). Anschließend melde ich mich im heimischen Netzwerk an, womit bereits der wichtigste Schritt getan ist, um sich Musik aus den unendlichen Weiten des WWW ins Haus zu holen.

Dies alles geschieht via WLAN. Seien es die unzähligen Internetradiosender oder die implementieren Zugänge zu Qobuz, Tidal, Apple Music, Amazon Music, Deezer oder Spotify. Ja, tatsächlich Spotify, auch wenn es die Audiophilen schütteln sollte. Warum eigentlich nicht? Seitdem es in unserem Haushalt einen Family-Account gibt, nutze ich tatsächlich das MP3-Angebot für die Berieselung im Büro oder als Hintergrundrauschen beim Kochen. Möchte ich mich jedoch lieber meinen gerippten Files zuwenden, so ist dies auch kein Problem; der Netzwerkzugriff mit dem Cast auf mein NAS erfolgt problemlos.

Alexa hilft dem Cyrus ONE Cast

Das eigentlich wirklich Neue und für die gesetzten HighEnd-Kreise innovative Feature ist aber die Sprachsteuerung, mit der ich Cast und Streamingplattformen miteinander korrespondieren lassen kann. Cyrus ist damit die erste traditionelle HighEnd-Firma, die sich auf das für die Generation Ü50 verminte Feld der Sprachassistenten begibt, dabei womöglich auf neue jüngere Käuferschichten schielend, die unbeschwert und affirmativ damit umgehen. Also schnell den Amazon Echo meines Sohnes entwendet (Apple Homepod oder Google Home System funktionieren ebenso), eine Netzwerkverbindung zwischen dem Echo und dem Cast hergestellt, und schon war mein Spieltrieb geweckt. Herrlich, jeder in der Familie rief nun dem Echo Musikwünsche entgegen. Ein seltener Moment – Gattin und Kinder tummelten sich freudvoll in meinem Hörraum.

Alexa muss es angesichts der vielen Musikwünsche ganz schwindelig geworden sein. Ich gebe zu, dass schon zwei bis drei Versuche notwendig waren, bis die Verbindung zwischen Echo und Cast im Netzwerk implementiert war, aber das mag weniger dem multifunktionalen Amp als den Tücken meines Netzwerks zuzuschreiben gewesen sein. Sollte es hier hakeln, kann ein Blick in das Video-Tutorial des Herstellers auf der Cyrus-Homepage hilfreich sein, oder man überlässt das Einrichten des Cast dem freundlichen HiFi-Händler um die Ecke – ein Argument, mal wieder den stationären Hifi-Handel zu unterstützen. Es ist dabei durchaus unterschiedlich, wie die einzelnen Streamingplattformen auf die Sprachbefehle reagieren, in Teilen auch davon abhängig, welchen Assistenten Sie nutzen. Waren es die firmengleichen Assistenten und Plattformen, so ergab sich ein müheloser Workflow: Alexa und Siri hangelten sich mühelos durch Amazon bzw. Apple Music.

Cyrus One Cast Vollverstaerker
Man beachte, dass der Cast mit einem HDMI-Eingang sowie mit einem Phono-In ausgestattet ist.

Audiophil netflixen

Ich muss gestehen, dass mir das Ausprobieren der verschiedenen Einstellvarianten durchaus großen Spaß gemacht hat, dennoch war ich gegen Mitternacht reif für eine Runde Netflix. Und da konnte sich ein bislang noch nicht ausprobiertes Feature des Cast ins Spiel bringen. Mittels eines HDMI-Kabels verbindet man den Fernseher mit der HDMI/ARC-Buchse des Verstärkers, und schon erwacht dieser beim Einschalten des Fernsehgeräts aus dem Standby-Modus. Die Lautstärkeausgabe erfolgt in audiophiler Tonqualität, und zwar so superb, dass ich mir nach zwei Folgen Dark noch ein komplettes Konzert aus der Digital Concert Hall der Berliner Philharmoniker gegönnt habe. Ich gebe gerne zu, ein Gerät wie der ONE Cast kann süchtig machen.

Cyrus ONE Cast for Future

Mit der dritten Modellvariante des ONE hat Cyrus die Zukunft eingeläutet: Sie suchen einen klanglich ausgewachsenen Vollverstärker, Ihnen langen auf der analogen Seite ein Hochpegel- und ein hervorragender Phono-MM-Eingang, eine leistungsstarke Kopfhörersektion finden Sie grundsätzlich gut, Sie setzen voll auf die neuen digitalen Formate und Sie möchten mit der Bequemlichkeit einer assistierten Sprachsteuerung rund um Ihre HighEnd-Anlage operieren, Sie möchten WLAN und Bluetooth auch in Ihrer audiophilen Umgebung nicht missen? Dann sollten Sie schnellstens einen Termin mit dem Cyrus-Händler Ihres Vertrauens ausmachen.

Wir meinen …

Tradition trifft Zukunft: Cyrus paart analoges Klangvergnügen mit digitalem Know-how und Bedienungskomfort.

 

Technische Daten

Konzept: Cyrus Hybrid ClassD-Verstärker der 4. Generation
Eingänge: WLAN, Google Assistant, Amazon™ Alexa und Apple® AirPlay 2 sind implementiert, asynchroner USB-Eingang (PCM bis zu 32 bit/192 kHz und DSD128), HDMI (ARC), Toslink optisch, SPDIF koaxial, Bluetooth, MM-Phonomodul für Plattenspieler, RCA (Analogeingang für AV-Integration konfigurierbar)
Ausgänge: Vorverstärker-Ausgänge (RCA) zum Anschluss an zusätzliche Endverstärker, Hochleistungs-Kopfhörerverstärker ClassAB
Ausgangsleistung: 2 x 100 W (in 6 Ω bei 0,1% THD + N)
Besonderheiten: SID („Speaker Impedance Detection“, kalibriert den Verstärker automatisch auf die Lautsprecher)
Ausstattung: Wireless Firmware Update (neueste Software wird automatisch heruntergeladen und installiert), Linearnetzteil, IR-Fernbedienung, Sperrfunktion für Bedienelemente an der Vorderseite, WiFi
Maße (B/H/T): 22/9/39 cm
Gewicht: 5,6 kg
Garantiezeit: 2 Jahre
Preis: um 1590 €

Kontakt

Bellevue Audio GmbH
Kessebürener Weg 6
59423 Unna
Telefon +49 2303 3050178

www.bellevueaudio.de

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„Wall of Sound“: Lautsprechersystem „BeoSound Shape“ von Bang & Olufsen

Das nennen wir wohnzimmerfreundlich: Mit „BeoSound Shape“ kreieren Bang & Olufsen ein drahtloses, modular aufgebautes Lautsprechersystem, das als solches kaum zu erkennen ist. Man hängt es an die Wand wie ein Bild – und es sieht auch aus wie ein Kunstwerk! Musik ist Kunst, keine Frage. Und gute Lautsprecher sind technische Wunderwerke. Neuerdings gehen manche ...

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Ratgeber: Der Computer als Audioquelle – alles über D/A-Wandler, USB-Kabel & Co.

Computer und Musikwiedergabe, damit stehen viele auf Kriegsfuß. Rechner haben in der Stereoanlage nichts zu suchen, so das Vorurteil. Dabei können Laptop & Co. exzellente Digitalquellen sein. Player.de erklärt den einfachsten Weg (per Laptop, USB-Kabel und D/A-Wandler) und was es dabei zu beachten gibt. Es gibt nicht den einen Königsweg bei der Wiedergabe von digitalen ...

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