Category Archives: Kopfhörer

Solitaire® P – Der T+A unter den Kopfhörern

Der neue T+A Solitaire® P – Der T+A unter den Kopfhörern

T+A kündigt Kopfhörerkonzept mit zwei Meilensteinen an: Auftakt bilden der erste Kopfhörer der Firmengeschichte und ein technologisch noch nie dagewesener Kopfhörerverstärker.

Kopfhörer sind weder bloßes Modeaccessoire noch reine Unterhaltungselektronik zur Abschottung von der Außenwelt. Durch sie können Hörer eintauchen in ein persönliches Musikerlebnis. Umschlossen von Musik wird Hören zu einem ungeteilten, fast intimen Ereignis. Mit dem neuen Solitaire P stellt T+A einen Kopfhörer vor, der die Musik zelebriert. Wie die Solitaire Lautsprecherserie steht der neue Solitaire P als Symbol für die Erfahrung, das Können und die Hingabe in der Entwicklung und Konstruktion von Schallwandlern, mit der sich die Herforder seit 41 Jahren auszeichnen. Ein Team aus jungen Ingenieuren und erfahrenen Physikern, die die Leidenschaft für Musik teilen, entwickelte den kabelgebundenen Over-Ear-Kopfhörer.

T+A Solitaire P Kopfhörer

Mit seinem reduzierten Design zitiert der Solitaire P die ikonischen T+A High End-Serien und spricht, wie alle T+A Geräte, Schöngeister und Genießer von Musik, Innovation und moderner Handwerkskunst gleichermaßen an. Technisch stellt der Solitaire P einen Meilenstein dar: Das anspruchsvolle planarmagnetostatische Konzept bietet aufgrund seiner leichten Membran und des Flächenantriebs enorme physikalische und damit klangliche Vorteile. Die Membran wird über eine einzigartige Magnetkonstruktion über die gesamte Membranfläche angeregt. Dadurch entwickelt sich eine Räumlichkeit und Leichtigkeit, die selbst für Planarkopfhörer einmalig ist. Der Solitaire P wird aus edelsten Materialien in Handarbeit im Herforder Stammwerk gefertigt.

Der Solitaire P stellt den Auftakt eines kompletten Kopfhörerkonzeptes des Herforder Spezialisten dar und wird vom Solitaire HA 200 begleitet. Dieser völlig neu entwickelte Kopfhörerverstärker setzt technische und optische Maßstäbe. Die Impedanz der drei Kopfhörerausgänge lässt sich genau auf den verwendeten Kopfhörer abstimmen. Der HA 200 basiert auf der analogen T+A HV-Technologie. Seine Hochleistungsendstufen laufen mit hohem Ruhestrom im Class A Betrieb und können selbst schwierigste Kopfhörer problemlos treiben. Die hochwertigen Netzteile, ein digitales sowie ein analoges Netzteil mit 2 getrennten Ringkerntrafos, sorgen für die nötige Ausdauer. Der Kopfhörerverstärker verfügt über den proprietären T+A True 1 Bit Digital/Analog Wandler, der 32 Bit/768 kHz für PCM und DSD 1024 für Bitstream ermöglicht.

T+A HA-200 Kopfhörerverstärker

Der neue Solitaire P Planarkopfhörer wird zu einem UVP von 4.800,- EUR und der HA 200 Kopfhörerverstärker zu einem UVP von 6.600,- EUR angeboten. Beide Geräte werden ab März 2020 im Fachhandel erhältlich sein.

 

Weitere Informationen unter www.ta-hifi.de/musicreengineered-solitaire-p

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iFi Hip-DAC – tragbarer USB-DAC/Kopfhörerverstärker

iFi Hip-DAC – tragbarer 32Bit/384kHz USB-DAC/Kopfhörerverstärker

iFi Audios neuer portabler DAC/Kopfhörerverstärker kommt in einem eleganten, petrolblauen Aluminiumgehäuse mit einem Hauch von Kupfer daher und passt mühelos in jede Hosentasche.

Zum Preis von 159 Euro bietet der DAC eine umfangreiche sowie herausragende Hi-Res-Spezifikation. Der Hip-DAC ersetzt minderwertige DACs (Digital-Analog-Wandler) und Verstärkerschaltungen in Smartphones, Tablets, PCs und Macs und verbessert den Kopfhörerklang erheblich. Sein Design und seine Leistung heben den iFi Hip-DAC von anderen DACs/Kopfhörerverstärkern seiner Klasse ab. Einfach Wiedergabegerät über USB mit dem Hip-DAC verbinden und den bevorzugten kabelgebundenen Kopfhörer an das kleine Kraftpaket anschließen, und der Hip-DAC liefert einen dynamischen und flüssigen Klang, der den Hörer unweigerlich in seinen Bann zieht. Egal, ob zu Hause, im Büro, im Zug oder im Flugzeug – dieser kleine Wandler und Kopfhörerverstärker ist für Musikliebhaber überall unterwegs ein mehr als nützliches Hilfsmittel.

iFi Hip-DAC

Die DAC Sektion basiert auf einem Burr Brown DAC Chip, den iFi Audio aufgrund seiner flüssigen, musikalischen Klangqualität und „True Native“-Architektur in vielen seiner Produkte verwendet. In Kombination mit einer speziellen iFi-Schaltung ermöglicht dies dem Hip-DAC eine exzellente Klangqualität in allen möglichen digitalen Audioformaten, einschließlich bitgenauem PCM, nativem DSD und MQA, dem hochauflösenden Streaming-Codec, wie er von TIDAL Masters verwendet wird.

Hochauflösende PCM- und DXD-Audiodaten werden mit Abtastraten bis zu 384 kHz unterstützt, außerdem auch DSD-Dateien von 2,8 MHz bis 12,4 MHz (DSD64, 128 und 256). Dank des True Native-Designs des Burr-Brown-Chips gehen PCM und DSD separate Wege. Dadurch bleiben sowohl PCM als auch DSD bis zur Analogwandlung in ihrer nativen Form ‚bitgenau‘, was bei den meisten anderen DACs/Kopfhörerverstärkern nicht der Fall ist. Auf beiden Seiten des Lautstärkereglers befinden sich ein Paar LEDs, welche entsprechend die Farbe wechseln, um das jeweilige Format und die Abtastrate der gerade abgespielten digitalen Musikdatei anzuzeigen.

Eine umfassende Taktverriegelung beseitigt Jitter (digitale Verzerrung), wobei iFi Audios GMT-Femto-Präzisions-Taktsystem verwendet wird, um die Integrität des digitalen Signals bis zur Umwandlung in ein analoges Signal aufrechtzuerhalten. Ein weiteres Schaltungsmerkmal, das diesen und andere DACs von iFi kennzeichnet, ist der XMOS-Chip, der am USB-Eingang empfangene Audiodaten verarbeitet und in-house programmiert wird. Anstatt auf serienmäßig gelieferte Firmware zurückzugreifen, die normalerweise nicht für audiophilen Klang optimiert ist, programmiert iFi Audio also seine eigene maßgeschneiderte Firmware zur Verbesserung der Audioverarbeitung.

iFi Hip-DAC

So ermöglicht es die kontinuierliche Software-Entwicklung von iFi Audio, über Firmware-Updates Funktionen hinzuzufügen oder zu optimieren, so dass der Hip-DAC individuell auf die Wiedergabeprioritäten des Benutzers zugeschnitten werden kann und dauerhaft auf dem neuesten Stand bleibt. Benutzer können sogar verschiedene Versionen der iFi-Firmware herunterladen und installieren, um bei Bedarf mit verschiedenen digitalen Filtern zu experimentieren.

Die Verstärkerschaltung des Hip-DACs ist symmetrisch aufgebaut – ungewöhnlich für einen DAC/Kopfhörerverstärker zu diesem Preis. Die symmetrische Schaltung umfasst zudem eine Reihe hochwertiger und sorgfältig ausgewählter Komponenten, darunter ein kundenspezifischer iFi-OV-Operationsverstärker, TDK C0G-Keramikkondensatoren der Klasse 1, ein rauscharmer Präzisions-Stromversorgungs-IC von Texas Instruments und ein hochwertiger analoger Lautstärkeregler. Der Kopfhörerverstärker hat eine Nennleistung von 400 mW und kann je nach Impedanz des angeschlossenen Kopfhörers über 700 mW am symmetrischen Ausgang liefern.

Die Verstärkerstufe verfügt über eine schaltbare Verstärkung, die von iFi als „PowerMatch“ bezeichnet wird. Damit wird der Pegel der Ansteuerung an die Last des Kopfhörers angepasst, indem die Eingangsempfindlichkeit und damit die Signalstärke angepasst wird. Bei hochempfindlichen Kopfhörertypen wie In-Ear-Monitoren sollten Sie den „PowerMatch“ in seiner niedrigeren Einstellung belassen, um eine extrem rauscharme Leistung zu erzielen. Wenn Ihre Kopfhörer jedoch mehr Antrieb benötigen – so wie etwa die meisten On- respektive Over-Ear-Typen –, drücken Sie die „PowerMatch“-Taste auf der Vorderseite, um die Verstärkung zu erhöhen.

„XBass“ ist eine weitere vom Benutzer wählbare Funktion; eine ausgeklügelte Form der Bassanhebung, welche die tiefen Frequenzen verstärkt, ohne den Mitteltonbereich dabei in Mitleidenschaft zu ziehen – besonders nützlich bei Ohrhörern und offenen Kopfhörern, denen es womöglich an Tiefbass mangelt. „XBass“ arbeitet vollständig im analogen Bereich und nicht in der digitalen Signalverarbeitung über DSP und kann in den Signalweg hinein- oder ausgeschaltet werden.

iFi Hip-DAC

Der USB-Eingang des iFi Hip-DAC verarbeitet Audiodaten bis zu 32 Bit/384 kHz, unterstützt den ‚SuperSpeed‘-USB 3.0-Standard und ist zu USB 2.0 abwärts kompatibel. Er arbeitet asynchron, das heißt, die Datenrate wird ausschließlich durch seine spezielle Audio-Taktschaltung reguliert, um eine genaue, jitterfreie Datenübertragung vom Quellgerät zu gewährleisten.

Der Hip-DAC verfügt über zwei USB-Anschlüsse (Typ-A für Audiodaten und Typ-C zum Aufladen). Ungewöhnlich: Der Eingang vom Typ-A ist mit einen „männlichen“ statt mit einem typischen „weiblichen“ Anschluss ausgestattet. Diese Anordnung bietet eine größere mechanische Integrität als die USB/Micro-USB-Anschlüsse, die üblicherweise an DACs/Kopfhörerverstärkern zu finden sind. Sie bietet außerdem einen Vorteil für iPhone- und iPad-Nutzer, da sie Apples Lightning-zu-USB-Kamera-Adapter direkt unterstützt, ohne dass ein zusätzlicher USB-Adapter erforderlich wäre (Dieser Kamera-Adapter ist allerdings nach wie vor erforderlich, um Apple iOS-Geräte mit USB-Geräten von Drittanbietern zu verbinden).
An iFis neuem DAC/Kopfhörerverstärker stehen zwei Ausgänge zur Verfügung: eine unsymmetrische 3,5-Millimeter-Buchse und ein symmetrischer 4,4-Millimeter-Pentaconn-Ausgang, so dass Kopfhörer mit symmetrischen Anschlüssen die Vorteile des Differenzverstärker-Designs des

Hip-DAC voll ausnutzen können. Darüber hinaus profitiert der 3,5-Millimeter-Ausgang von der iFi-eigenen S-Balanced-Schaltung, die Verzerrungen halbiert, wenn sie mit normalen, unsymmetrischen Kopfhörern verwendet wird. Das ist besonders bei hochempfindlichen In-Ear-Monitoren von Vorteil. In Kombination mit der „PowerMatch“-Funktion des Hip-DAC liefern diese Ausgänge eine überragende Leistung in dieser Preisklasse.

Der 2200 mAh starke Akku des Hip-DAC hält je nach Lautstärkepegel und Leistungsbedarf der angeschlossenen Kopfhörer etwa acht bis 12 Stunden. Er wird mit drei USB-Kabeln geliefert: einem USB-C OTG (On-The-Go)-Kabel, das sich ideal für den Anschluss von Android-Geräten und PCs/Macs mit USB-C-Ports eignet; einem USB-Kabel (Typ-A) und einem Ladekabel Typ-A auf USB-C.

Preis und Verfügbarkeit:
Der mobile USB-DAC/Kopfhörerverstärker Hip-DAC ist ab sofort lieferbar und kostet 159 Euro.

 

www.wodaudio.com

www.ifi-audio.com

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Chord Electronics 2go und 2yu

Der Hugo² wird noch mobiler … und irgendwie auch stationärer

Chord Electronics mobilisiert seine Anhängerschaft mit dem modularen Set aus 2go und 2 yu. Was das ist, was es will und wie es funktioniert? Also, eigentlich ist alles ganz einfach …

Der initiale Gedanke zu den beiden neuen modularen „Geräteerweiterungen“ stammt vom sensationellen Headphon-DAC Hugo². Sie wissen schon: x-fach preisgekrönt, tolles Design, fantastischer Klang und so vieles mehr. Der Hugo² ist ein mobiler (also batteriegespeister) D/A-Wandler mit integriertem Headphone-Verstärker.

Chord Electronics 2go

Der neue Chord Electronics 2go lässt sich an diesen DAC andocken und erweitert den Wandler um einen vollwertigen Streamer. Mit allem drum und dran. Der 2go besitzt eine LAN-Schnittstelle. Außerdem kann er mit dem heimischen (oder öffentlichen) WLAN kommunizieren. Er vernetzt sich mit Bluetooth-Smartware. Überdies bietet er zwei Slots für SD-Speicherkarten. Damit kommt er auf ein Maximalvolumen von 4 Terabyte. Um niemanden unter den Zwang zu stellen, sich auf diese bescheidenen 4TB beschränken zu müssen, sind außerdem die Web-Dienste von Qobuz, Tidal, Spotify etc. sowie ein Internetradio an Bord.

Chord Electronics 2go und 2yu Chord Electronics 2go und 2yu Chord Electronics 2go und 2yu Chord Electronics 2go und 2yu

Damit haben wir den groben Rahmen: Der Chord Electronics 2go komplettiert den ohnehin großartigen Kopfhörer-DAC zum mobilen Streaming-Device mit allem, was man für einen ausgedehnten audiophilen Urlaub oder einen Samstagnachmittag auf der Terrasse benötigt.

… und der 2yu

Scheinbar waren die Entwickler von den Fähigkeiten ihres 2go dermaßen beeindruckt, dass sie sich dachten: „Warum soll man die tolle Extension auf den Hugo² beschränken?”

Und so ließen Sie sich den 2yu einfallen. Der handliche Aluminiumblock wird wie der Hugo mit dem 2go verbunden und speist den vielseitigen Streamer mit (USB-)Strom. Statt DAC und Kopfhörerverstärker bietet der 2yu einfach drei Digitalausgänge. Einen optischen, einen elektrischen (Cinch) sowie einen weiteren elektrischen in „very britishem“ BNC. So kann man den 2go in ein bestehendes HiFi-Setup mit vorhandenem DAC einbinden und gleichzeitig einen Batzen Geld sparen: Während der Hugo² mit knapp 2300 Euro zu Buche schlägt, wird der 2yu mit rund 450 britischen Pfund angegeben.

Chord Electronics 2go und 2yu Chord Electronics 2go und 2yu

www.g8friends.de (Vertrieb)
www.chordelectronics.de (Hersteller)

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HiFiMan Ananda BT

Kabelloses Couchvergnügen

HiFiMan schlägt mit dem Ananda BT eine Brücke zwischen audiophilem Musikgenuss und den neuen Anforderungen einer smarten jungen Hörerschaft.

Der Trend zeigt im mobilen Bereich immer stärker in Richtung kabellosen Musikgenuss via Bluetooth. In den eigenen vier Wänden wiederum macht sich der audiophile Hörer eher nicht so viele Gedanken über diese verlustbehaftete Technologie. Der amerikanisch-chinesische Hersteller HiFiMan versucht nun beide Welten zu vereinen. Mit dem Ananda BT bietet er einen vorwiegend für den Heimgebrauch gedachten Kopfhörer mit HiRes-Bluetooth-Technologie an.

Robuste Hülle mit hochwertigem Inhalt

Der schicke Open-Back-Kopfhörer wird HiFiMan-typisch in einer dunklen Kartonage ausgeliefert. Im Inneren befinden sich neben einer praktischen, in Schwarz gehaltenen Tragetasche aus gehärtetem Kunststoff der eigentliche Kopfhörer, zwei USB-Verbindungskabel (USB-A auf USB-C und USB-C auf USB-C) ein ansteckbares Mikrofon mit 3,5-Millimeter-Klinkenstecker, ein Aufbewahrungssäckchen für Kabel und Mikrofon und ein in Englisch und Chinesisch gehaltenes Benutzerhandbuch. Wer das Handbuch lieber in deutscher Sprache schmökert, kann auf der Website des deutschen Distributors Sieveking Sound ein digitales Exemplar im PDF-Format herunterladen.

HiFiMan Ananda BT HiFiMan Ananda BT

Lediglich die Unterseite der rechten Ohrmuschel unterscheidet den Wireless-Kopfhörer vom kabelgebundenen Pendant. Hier sitzt neben einem USB-C-Port eine 3,5-Millimeter-Klinkenbuchse für das Mikrofon und der On/Off-Switch, der auch für das Bluetooth-Pairing und die Gesprächsannahme verwendet wird. Der Knopf hinter dem Power-Button wird zum Aufladen verwendet.

Ananda BT: Trittsicher im Highend-Segment

Da der Ananda BT sowohl preislich als auch auf qualitativer Ebene im Highend-Segment angesiedelt ist, überrascht die durchwegs gute Verarbeitungsqualität keineswegs. Der offen designte Over-Ear zieht die Blicke auf sich mit dem in typischem HiFiMan-Stil gestalteten Aluminiumgitter auf den beiden Ohrmuscheln. Dieses und ein darunter angebrachter Schaumstoff schützt die Treiber vor Schmutz und unbedachten Berührungen. Der schlicht gehaltene Ohrbügel mit darunterliegendem Kopfband aus Leder ist ebenfalls eine Metallkonstruktion.

Nicht zuletzt dank der der gepolsterten Ohr-Pads aus Kunstleder sitzt der Ananda BT sehr bequem auf dem Kopf. Um die Luftzirkulation zu fördern, hat man die Ohrpolster an der Auflagefläche noch mit einem gelochten Stoff versehen. Das knappe halbe Kilo – genau sind es 495 Gramm –, das der Kopfhörer mit angeschlossenem Mikrofon auf die Waage bringt, ist durch die sehr gute Gewichtsverteilung kaum spürbar. Der Anpressdruck des Bluetooth-Hörers kann zum Beispiel mit dem eines Sennheiser HD6xx verglichen werden und bewegt sich zwischen langzeittauglichem und festsitzendem Design.

Akkubetriebener Magnetostat

HiFiMan Ananda BTZugegeben, die Verknüpfung eines offenen Magnetostaten mit einem Drahtloskonzept mutet zuerst etwas seltsam an. Umso interessanter erscheint also die Frage, wie gut HiFiMan dieses Konzept umsetzen kann. Zuallererst will ich hier aber kurz ausschweifen und versuchen zu erklären, in wieweit sich die im Ananda BT verwendete Treibertechnologie vom technischen Konzept dynamischer Kopfhörer unterscheidet.

Beim magnetostatischen Wandlerprinzip werden statt eines einzelnen kräftigen Dauermagneten, der bei dynamischen Schallwandlern die Spule und die damit verbundene Membran zum Schwingen bringt, mehrere Dauermagnete verwendet. Zwischen den stabförmigen Magneten sitzt eine hauchdünne, mit aufgedampfter Leiterbahn versehene Membran. Wird nun eine gewisse Spannung angelegt, so erzeugt das ein Magnetfeld, das je nach Ausrichtung von den Dauermagneten entweder angezogen oder abgestoßen wird und so das Musiksignal in Schallwellen umwandelt. Besonders im hochfrequenten Bereich sollen dadurch Impulsverhalten sowie Detailgrad gegenüber dynamischen Treibern profitieren.

Trotz der etwas leistungshungrigeren Wandlerkonstruktion hält der Ananda BT mit einer Akkuladung bis zu zehn Stunden durch, bevor er wieder an die „Steckdose“ muss. Aufgeladen wird der HiFiMan innerhalb von 2,4 Stunden mit dem beiliegenden USB-Kabel – übrigens nur dann, wenn man den Charge-Button am Ananda BT für zwei Sekunden gedrückt hält. Gerade bei Mobilgeräten ist dies von Vorteil, da bei reinem Musikbetrieb kein Strom von der verbundenen Quelle gezogen und somit der Akku des Smartphones oder Tablets geschont wird.

Bluetooth-Übertragung mit hoher Bitrate

Der Ananda BT verwendet zum Übertragen von Musik keinesfalls nur die einfache Bluetooth-Kodierungen wie SBC (Low Complexity Subband Codec) oder AAC (Advanced Audio Coding). Er unterstützt neben dem qualitativ hochwertigeren Standard aptX und aptX HD von Qualcomm außerdem noch den neuen HWA-LHDC-Codec von Savitech sowie den Sony-eigenen Bluetooth-Codec LDAC. Letzterer stellt derzeit die qualitative Speerspitze bei Bluetooth dar, kann er doch Signale bis zu 990 kBps in maximal 24 bit und 96 kHz verarbeiten. Wie derzeit noch alle Codecs ist auch LDAC noch immer ein verlustbehaftetes Übertragungsverfahren. Der Qualitätsgewinn bei HiRes-Audiomaterial gegenüber SBC und AAC ist aber deutlich wahrnehmbar.

Als echter Bluetooth-Kopfhörer besitzt der HiFiMan Ananda BT natürlich auch eine Freisprecheinrichtung. Das mitgelieferte Mikrofon lässt sich mittels 3,5-Millimeter-Klinkenbuchse bei Bedarf nachrüsten. HiFiMan bescheinigt dem Ananda BT auch hervorragende Eigenschaften als Gaming-Headset. Und tatsächlich, die Audioqualität über das mitgelieferte Mikrofon kann sich in TeamSpeak und Co. mit einer sehr guten Sprachverständlichkeit behaupten.

Wer mit dem Ananda BT seine Aufnahmen in Studioqualität genießen möchte, hat natürlich die Möglichkeit, dies über die USB-Verbindung zu tun. Der im Kopfhörer integrierte D/A-Wandler unterstützt PCM-Signale bis zu 24 bit und 192 kHz.

HiFiMan Ananda BT HiFiMan Ananda BT

Klangliche Performance

Details, Details, Details! Wenn man den Ananda BT „in drei Worten“ beschreiben müsste, würde ich wohl am ehesten diese wählen. Der offene Magnetostat überraschte mich selbst über ein lediglich mit aptX-kompatibles Smartphone verbunden mit einer luftigen und hochdetaillierten Spielweise. Die Vorzüge eines Magnetostaten vermag HiFiMan dank dem Qualitätsfortschritt von Bluetooth-Codecs in den letzten Jahren mittlerweile auch über eine drahtlose Verbindung zu demonstrieren. Gerade bei modernem Jazz – ich hörte mit dem Ananda BT das Tingvall Trio – überzeugt der Hochton mit einer Strahlkraft und Feindynamik, die ihresgleichen sucht. Dabei bekommt man nie das Gefühl, dass Hi-Hats oder Becken andere Instrumente wie Klavier oder gar den Kontrabass überdecken oder zu präsent klingen.

In Sachen Räumlichkeit konkurriert der Ananda BT durchaus mit dem nicht sehr unähnlich klingenden HD800 von Sennheiser. Instrumente werden sehr ortungsscharf in den Raum projiziert, man glaubt bei Dave Matthews und Tim Reynolds legendärem Konzert in der Radio City Hall direkt im Publikum zu sitzen (Matthews/Reynolds, Live At Radio City).

Generell bescheinigt man dem magnetostatischen Wandlerprinzip nicht gerade einen kraftvollen Bassbereich. HiFiMan straft hier aber die Kritiker Lügen und überzeugt auch im Tiefton mit einer durchweg gelungenen Performance. Natürlich kann auch HiFiMan die Gesetze der Physik nicht aushebeln, und so erreicht der Ananda BT im Kickbass nicht ganz die druckvolle Spielweise, wie sie ein dynamisches Kopfhörermodell bieten kann. Die Bassqualität leidet darunter aber keineswegs.

Wir meinen …

HiFiMan hat mit dem Ananda BT Pionierarbeit geleistet und ist der erste Hersteller, der die Bluetooth-Technologie mit den klanglichen Vorzügen eines offenen Magnetostaten vereint. Der bequeme, aber nicht zu lockere Sitz beschert dem Hörer ein langzeittaugliches Tragegefühl. Ob beim Genuss hochauflösender Musik im Couchsessel vom bis zu zehn Meter entfernten Laptop aus oder als Headset bei einer Gaming-Session online – bei mir fühlt sich der Ananda BT immer richtig an. Das Konzept, die detaillierte Klangcharakteristik von Magnetostaten mit der kabellosen Freiheit von Bluetooth zu kombinieren, macht den Ananda für mich zum perfekten Begleiter für den Alltag im Home Office.

Technische Daten

HiFiMan Ananda BT
Konzept: Mobil Kopfhörer mit BT und USB-DAC-Anschluss; Kabelbetrieb möglich
Anschlüsse: Bluetooth (SBC, AAC, AptX, AptX-HD, LDAC), USB-C (DAC-Zugang für Computer bis max. 24/192)
Frequenzgang : 8 Hz bis 55 kHz
Enpfindlichkeit: 103dB
Impedanz : 35 Ohm
Gewicht: 460g (495g mit Mikrofon und Kabel)
Vollständig aufgeladen in … : 2,4 Stunden
Spieldauer: 10 Stunden (kann je nach Abhörpegel und Nutzungsweise variieren)

Garantie: 2 Jahre
Preis: um 1200 Euro

www.sieveking-sound.de

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Ultrasone Ruby Sunrise

High-End-In-Ear-Kopfhörer mit vier Wegen und sechs Treibern

Ultrasone stellt mit dem Ruby Sunrise ein Geschwistermodell für den Saphire vor. In limitierter Auflage von 100 Stück!

Der Ruby Sunrise nutzt für seine vier Wege insgesamt sechs Treiber. Zwei Balanced-Armature-Treiber geben die Bässe wieder, zwei weitere jeweils Mitten und Höhen. Zusätzlich arbeiten im kompakten Vollaluminium-Gehäuse zwei elektrostatische Treiber als Superhochtöner für besten High-End-Sound. Das limitierte Sondermodell zeichnet sich durch eine besondere Farbgebung aus, die im Verbund mit den edlen Logo-Emblemen aus gebürstetem Aluminium den Charakter eines klanglichen und optischen Schmuckstücks unterstreicht.

Sechs Treiber und vier Wege

Als neuester Edelstein im Portfolio von Ultrasone nutzt der Ruby Sunrise sechs Treiber für seine vier Wege. Ein so komplexes System verlangt natürlich den nötigen Feinschliff in der Abstimmung, um das Optimum aus dem Material herauszuholen, ganz wie bei der Bearbeitung eines echten Rubins. Je Ohrhörer geben zwei Balanced-Armature-Treiber die Bässe knackig und exakt wieder, ein weiterer BA-Treiber spielt die Mitten aus und ein vierter die hohen Frequenzen. Zusätzlich arbeiten zwei elektrostatische Treiber im Superhochtonbereich für das besondere Glitzern, das den Ruby Sunrise zu einem einzigartigen akustischen Schmuckstück macht. So bietet dieser In-Ear-Kopfhörer herausragendes High-End-Klangvergnügen im kompakten, mobilen Format.

Ultrasone Ruby Sunrise Ultrasone Ruby Sunrise

Exzellenter Klang mit jeder Quelle

Der Ruby Sunrise ist dafür ausgelegt, in jeder Situation besten Musikgenuss zu ermöglichen. So kann er direkt mit jedem Zuspieler verwendet werden, lässt sich zugleich aber auch mit zusätzlichen Kopfhörer-Verstärkern wie dem Ultrasone Panther verbinden – ein hochwertiger Verstärker dient als Fassung, die den Rubin optimal in Szene setzt. Ein erstklassiges Verbindungskabel mit vergoldeten 2-Pin-Steckern führt dem Ruby Sunrise die Musik zu. Zur Optimierung der Signalübertragung kann das akustische Schmuckstück mit einem optional erhältlichen symmetrischen Kabel ausgestattet werden. Für den perfekten Sitz liegen Ohrpassstücke aus Silikon und Comply™ Foam in verschiedenen Größen bei.

Exklusives Design

Das Aluminium-Gehäuse des Ruby Sunrise leuchtet in einem Farbton, der seinem Namen wahrlich gerecht wird. Wie der Sonnenaufgang über dem morgendlichen Meer funkelt dieser Hör-Rubin in einem warmen, kräftigen Rot. In Verbindung mit den Logo-Emblemen aus gebürstetem Aluminium verströmt dieses edle Finish den Nimbus der Exklusivität. Und das durchaus zurecht: Der Hörer ist auf nur 100 Stück weltweit limitiert.

Ultrasone Ruby Sunrise Ultrasone Ruby Sunrise

Ruby Sunrise bietet High-End-Qualität

Wie echte Rubine werden auch die Gemmen von Ultrasone von Hand geschnitten. Die Manufaktur auf Gut Raucherberg in Bayern ermöglicht den gesamten Entstehungsprozess der erlesenen Kopfhörer von frühen Konzepten und Entwürfen bis hin zur Fertigung des endgültigen Produkts. Die erfahrenen Spezialisten von Ultrasone setzen die hochwertigen Komponenten in präziser Feinarbeit zusammen und beweisen ihren Stolz auf das Ergebnis auch mit einem fünfjährigen Garantieversprechen.

Preis und Verfügbarkeit

Der Ultrasone Ruby Sunrise ist ab dem 1. März exklusiv im Online-Shop von Ultrasone erhältlich, eine Vorbestellung ist schon früher möglich. Ultrasone gewährt auf den Kopfhörer fünf Jahre und auf die mitgelieferten Kabel zwei Jahre Garantie. Die unverbindliche Preisempfehlung beträgt 2.299,00 Euro inklusive Mehrwertsteuer.

www.ultrasone.com

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Clearaudio Concept Active

Mehr als kalte Platte

Kinder, wie die Zeit vergeht! Da ist es doch auch schon wieder satte zehn Jahre her, dass mir der hübsche „Concept“ von Clearaudio erstmals begegnete. Seinerzeit erklärte mir Firmengründer und Seniorchef Peter Suchy noch höchstpersönlich die Vorzüge seines damals brandneuen Komplettpakets.

Das Besondere am Concept war, dass hier ein vollständig vormontierter und justierter Plattenspieler geliefert wurde, bei dem der Kunde lediglich noch den Antriebsriemen um Pulley und Subteller legen und den eigentlichen Plattenteller aufsetzen musste: Kabel dran, Platte drauf, los geht’s! In weniger als zehn Minuten – wir hatten die Zeit spaßeshalber mitgestoppt – hatten Suchy senior und ich den modern designten Dreher spielbereit am Start. Dem Hersteller aus Erlangen war anno 2010 vollkommen klar, dass ein solches Konzept, „fix und fertig aus der Kiste“, für die verwöhnte Analogwelt sehr ungewöhnlich war. Schließlich setzen eingefleischte Plattenspielerfans seit jeher darauf, bis hin zur exakten Anpassung von Nadelüberhang und Azimut alles selbst machen zu wollen. Eine Frage der Ehre, versteht sich.

Clearaudio ist Kopfhörer-ready

Der Concept und mithin seine aktuellste Variante Concept Active, die sich bei mir zum Test eingefunden hat, richtet sich an eine andere Zielgruppe: Grundsätzlich vinylaffin und anspruchsvoll, sucht sie gleichzeitig den Komfort moderner Medien. Und hier kommt der Namenszusatz „Active“ des jüngsten Erlanger Kindes zum Zug. Es handelt sich nämlich mitnichten „nur“ um einen Plattenspieler. In die äußerlich bis auf ein kleines metallenes Rändelrad an seiner Oberseite – das mit einem kleinen Lautsprechersymbol versehen ist – mit dem „Ur-Concept“ identische Zarge haben die Entwickler zusätzlich einen Phono-MM/MC-Vorverstärker und einen Kopfhörervorverstärker (!) gepackt. Der führt sein über ein hochwertiges Alps-Poti geregeltes Ausgangssignal nicht nur zur 6,3-Millimeter-Klinkenbuchse an der Seite der Zarge, sondern legt es auf Wunsch auch auf die rückseitig montierten Cinchbuchsen, womit sich der Dreher beispielsweise direkt mit Aktivlautsprechern verbinden lässt. So hätte man dann eine platzsparende und moderne Komplettanlage realisiert.

Clearaudio Concept Active Plattenspieler Clearaudio Concept Active Plattenspieler

Aber kommen wir kurz zurück auf das Basisgerät, den Clearaudio Concept, der an sich schon ein sehr ambitioniertes Analogset darstellt und stets mit montiertem MM- oder MC-System ausgeliefert wird. Das grundsätzlich immer schwarz lackierte MDF-Chassis wird von einer umlaufenden Zierleiste umfasst, die auch eine resonanzdämpfende Wirkung hat und in vier Ausführungen (Aluminium schwarz, Aluminium silber, Dark Wood, Wood) erhältlich ist. Der mattschwarze Teller aus ebenfalls resonanzdämpfendem Delrin wird mittels Bronzebüchse, Teflonspiegel und angeschliffener Achse gelagert. Der unterhalb des Subtellers montierte und entkoppelte Gleichstrommotor dreht in drei Geschwindigkeiten, auf Wunsch sogar 78-mal in der Minute, was Schellack-Fans freuen dürfte. Eigens dafür bietet Clearaudio auch einen Tonabnehmer an. Dem ab Werk montierten MM oder MC sollte man diesen Job nicht zumuten, da Schellackplatten mit breiteren Rillen geschnitten sind.

Sie möchten mehr über Clearaudio erfahren? Hier geht’s zu unserem Who is Who über Firmengründer Peter Suchy …

„Eine Art Einpunktlagerung“

Beim Tonarm kommt die Magnetkompetenz der Erlanger – sprichwörtlich – zum Tragen. Da der Teller für Clearaudio-Verhältnisse eher konventionell gelagert ist, „schwebt“ der Arm. Und das geht so: Oberhalb des Tonarmendes steckt ein Neodym-Magnet im Joch, ein zweiter befindet sich auf der Oberseite des Arms selbst. Ein kurzer Faden hält den Tonarm in exaktem Abstand zwischen den beiden Magneten und ermöglicht somit eine ausgezeichnete Entkopplung, die durchaus mit einer Art Einpunktlagerung vergleichbar, aber weniger filigran ist. Und vor allem wesentlich günstiger zu realisieren.

Clearaudio Concept Active Plattenspieler
Der Entzerrer des Clearaudio Concept Active lässt sich an der Rückseite einstellen – und gegebenenfalls auch deaktivieren.

Der Clou des Active-Modells besteht nun – ich deutete es bereits an – in der verbauten Elektronik, die man aufgrund des eingeschränkten Platzes in der niedrigen Zarge nicht von der Stange nehmen konnte, sondern komplett neu entwickelt hat. Dazu entwarf Clearaudio-Neuzugang Marco Borovac eine mit JFET-Transistoren diskret aufgebaute Phonovorstufe, die sich mittels Kippschaltern auf der Rückseite des Drehers sowohl an das verwendete Tonabnehmersystem (MM mit 47 Kiloohm Eingangsimpedanz, MC mit praxisgerechten 110 Ohm Eingangsimpedanz) als auch mit einem zweiten Kippschalter im Verstärkungsfaktor (40, 54, und 60 Dezibel) anpassen lässt. Was insbesondere für so manches leise MC notwendig ist. Der Kopfhörerverstärker ist mit Single-ended-Class-A-Technologie nicht minder aufwendig konzipiert und soll auch niederohmige Kopfhörer optimal antreiben können.

Noch mehr Features

Weitere zwei Kippschalter deuten an, dass die Featureflut noch nicht beendet ist. Ein zuschaltbares Subsonic-Filter entfernt tieffrequente Störungen, etwa durch Trittschall. Der vierte und letzte Schalter entscheidet über die Betriebsmodi des eingebauten Preamps. Man kann ihn komplett deaktivieren, dann verbindet man den Concept Active konventionell über einen externen Phono-Pre mit seiner Anlage. Man kann mit festem Ausgangspegel unter Umgehung des Lautstärkestellers an die Hochpegeleingänge eines externen Verstärkers gehen, oder – dritte Möglichkeit – man schleift den Lautstärkesteller in den Signalweg ein und genießt Musik dann entweder mit einem Kopfhörer oder via Aktivlautsprecher.

Clearaudio Concept Active Plattenspieler
Kopfhöreranschluss inklusive – der regelbare Ausgang fürs persönliche Hörvergnügen liegt an der Seite des Clearaudio Concept Active.

Für was Sie sich letztlich entscheiden, spielt eigentlich keine Rolle – der Concept Active zündet ein wahres Feuerwerk an Klangfarben und tritt sehr lebendig und musikalisch-flüssig auf. Der Schwermetall-Klassiker „All We Are“ von Doro Pesch (seinerzeit noch mit ihrer Band Warlock) prescht mit druckvoll-differenziertem Bass und ordentlich Speed in den Hörraum, Bruce Springsteens wunderbare Roadballade „There Goes My Miracle“ gaukelt ob seiner staubtrockenen und detailverliebten Performance Heuballen vor dem inneren Auge vor, die über verlassene Highways wabern. Tendenziell entwickelt der Erlanger „Fast-alles-Könner“ sein Klangbild eher aus der Mitte heraus, wobei Gesangsstimmen und Instrumente sehr fein und plastisch nachgezeichnet werden, eine ganz leicht warme – gleichwohl sehr angenehme – Note indes nicht verhehlen. Der Concept Active sorgt sich ohrenscheinlich liebevoll um ein sehr homogen tönendes großes Ganzes, was ihn fernab jeder kühlen Analytik agieren lässt. Trotzdem ist es dem Zuhörer sehr wohl möglich, selbst in komplexer arrangierte Strukturen einer Aufnahme hineinzulauschen.

Clearaudio macht jeden Atmer hörbar

Dass Tonarm und Laufwerk des Concept Active vor allem in Sachen Raumabbildung, Dynamik und Klarheit in den Höhenlagen noch bemerkenswerte Reserven haben, konnte ich hören, nachdem ich mein bewährtes MC Shelter 301 II montiert hatte. Die altehrwürdige Royal Albert Hall – im Oktober 2017 Spielstätte für die Progrocker von Marillion (Album All One Tonight) – wurde großzügig und luftig in mein Hörzimmer übertragen. Jeder Atmer, jedes einzelne Klatschen aus dem Publikum wurde mit präziser Ortbarkeit abgebildet.

Clearaudio Concept Active Plattenspieler
Aufrüstbar: Der Clearaudio Concept Active lässt sich mit dem Smart Power 24V boosten.

Es muss jetzt nicht unbedingt ein Tonabnehmersystem in der Preisklasse des Shelter sein. Das montierte MM scheint mir jedoch die wahren klanglichen Talente des Clearaudio ein wenig einzubremsen. Das Upgrade auf ein Moving Coil dürfte sich lohnen und wird von den Erlangern ja ebenfalls gegen vertretbares Aufgeld im Komplettpaket angeboten. Mit MM-Abtaster liegen 2020 Euro an, das „Concept Active MC“-Paket kostet knapp 400 Euro mehr. Immer noch günstig angesichts der Tatsache, dass der MC-Abtaster einzeln mit 750 Euro zu Buche schlagen würde.

Wir meinen …

Und so bleibe ich guten Gewissens bei meinem Eindruck, den ich vor zehn Jahren bereits vom ursprünglichen Concept-Konzept hatte: Auch der Concept Active ist ein echtes Highlight am Plattenspielermarkt! Mit tadelloser Fertigung „made in Germany“ und tollem Klang. Die reichhaltige Ausstattung verleiht ihm in seiner Klasse zudem ein Alleinstellungsmerkmal.

Technische Daten

Konzept: resonanzoptimiertes Laufwerk, hochverdichtetes Holzchassis, Mantel aus gebürstetem Aluminium, Oberschicht aus speziell satiniertem Kunststoff
Umdrehungszahlen: 33, 45 und 78
Antrieb: entkoppelter und extrem laufruhiger Gleichstrommotor, Antrieb mit geschliffenem Flachriemen, Steckernetzteil ausgelegt für weltweiten Einsatz für alle Netze und Netzfrequenzen
Teller: schwarzes POM, Stärke 30 mm
Gleichlauf: ± 0,05 %
Leistungsaufnahme: max. 5,5 W
Verstärkung des integrierten Phonoentzerrers bei 1 kHz: +52 dB (MM), +72 dB (MC)
Klirrfaktor des integrierten Phonoentzerrers: < 0,02 % (MM), < 0,03 % (MC)
Signal-Rausch-Abstand des integrierten Phonoentzerrers: −74 dB (MM), −64 dB (MC)
RIAA-Genauigkeit des integrierten Phonoentzerrers: ± 0,5 dB
Eingangsimpedanz des integrierten Phonoentzerrers: 47 kΩ
Max. Ausgangsspannung des integrierten Phonoentzerrers: < 10 V
Gewicht: ca. 7,6 kg (inkl. Tonarm und Tonabnehmer)
Maße: (B/T/H): 42/35/13 cm mit Tonarm
Garantiezeit: 2 Jahre
Preis: ab 2020 €

Kontakt

clearaudio electronic GmbH
Spardorfer Straße 150
91054 Erlangen
Telefon +49 9131 40300100

www.clearaudio.de

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